Polizei Germering stellt vor:

Germeringer Kriminalstatistik 2019: Weniger Straftaten, aber mehr Rauschgiftdelikte

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Inspektionsleiter Erster Polizeihauptkommissar Jürgen Dreiocker und Stellvertretender Inspektionsleiter Erster Polizeihauptkommissar Andreas Ruch stellten die Statistik vor.

Germering – Die Polizei Germering hat die Kriminalstatistik 2019 für die rund 100.251 Bürger im Zuständigkeitsbereich liegenden Gemeinden Germering, Alling, Puchheim, Eichenau und Gilching vorgestellt.

Die Entwicklung der Gesamtstraftaten ist wie schon in den Vorjahren zurückgegangen. So konnte mit 3.061 Straftaten der niedrigste Stand seit 2010 festgestellt werden. „Diese Entwicklung ist sehr erfreulich“, sagst Polizeivize in Germering Andreas Ruch. Auch gab es im Jahr 2019 225 Straftaten (6,83 Prozent) weniger als 2018. Ebenfalls ist zum Höchststand aus dem Jahr 2012 ein Rückgang von 15,7 Prozent zu verzeichnen „Weniger Delikte und eine bessere Aufklärungsquote mit 64,7 Prozent“, bilanziert Ruch.

Diese liegt mit einem Wert von 64,7 Prozent über dem aus dem Jahr 2017 erzielten Ergebnis von 63,9 Prozent. „Dieser Höchstwert konnte zum ersten Mal in der Historie der Polizei Inspektion Germering übertroffen werden“, sagt Ruch. Ursächlich für die erfreuliche Steigerung liegt wohl zu einem erheblichen Teil in der Zunahme der ermittelten Straftaten im Bereich Betäubungsmittel, die beinahe ausschließlich geklärt werden konnten. Zum anderen liege das wohl auch an der leicht verbesserten Aufklärungsquote im Deliktsbereich Fahrraddiebstahl. Hier stieg die Quote von 4,3 Prozent auf knapp neun.

Heranwachsende macht größten Teil der Tatverdächtigen aus

Im vergangenen Jahr konnte die Polizei weiter 1.557 (Vorjahr 1.045) Tatverdächtige ermitteln, wobei der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen ohne Aufenthaltsgenehmigung bei 38 Prozent liegt. Bei den Kindern unter 14 Jahren wurden 34 (Vorjahr 46) Tatverdächtige, bei Jugendlichen (14 bis 17 Jahre) 140 Tatverdächtige (Vorjahr 115) und bei den Heranwachsenden (18 bis 21 Jahre) 143 Tatverdächtige (Vorjahr 99) ermittelt .

Diebstahl ist Spitzenreiter

Wie in allen vorangegangenen Jahren war auch 2019 der Diebstahl der „Spitzenreiter“ unter allen angezeigten Straftaten. 2019 wurden 827 (Vorjahr 891) Diebstahlsdelikte erfasst. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die Anzahl um 64 Fälle oder 7,2 Prozent. Der Anteil des Diebstahls an der Gesamtkriminalität beträgt 27 Prozent (27,1 Prozent).

Fahrraddiebstähle häufig aufgeklärt

Die Aufklärungsquote verbesserte sich von 26,2 Prozent auf 31,2 Prozent. Die meisten Diebstähle waren zahlenmäßig erneut die Fahrraddiebstähle mit 264 Fällen (Vorjahr: 307) gefolgt von den Ladendiebstählen mit 137 Fällen (Vorjahr: 77). Auch der Diebstahl aus Kfz ist mit 53 Fällen (Vorjahr: 49) der Deliktsbereich, der stetig an dritter Stelle im Ranking der spezifizierten Diebstahlsdelikte steht.

Gewaltkriminalität und Vermögensdelikte

Zur Gewaltkriminalität zählen Straftaten gegen das Leben, Vergewaltigung, Raub sowie die gefährliche und schwere Körperverletzung. 2019 fiel die Anzahl der Gewaltdelikte im Vergleich zum Vorjahr um 20,4 Prozent auf 86 Gewaltstraftaten. Bei den Vermögensdelikten ist ein Rückgang um 26,4 Prozent beziehungsweise um 156 Fälle auf 435 Fälle zu verzeichnen. Das Tatmittel „Internet“ ist weiter auf dem Vormarsch: insbesondere der Warenbetrug und der Warenkreditbetrug, hier ist eine Steigerung um 25,6 Prozent auf 285 Fälle zu verzeichnen.

Wohnungseinbrüche weiter zurück gegangen

Erfreuliche Entwicklung in Form eines spürbaren Rückgangs von 42 auf 29 Fälle (-31 Prozent; bayernweiter Rückgang um 17,1 Prozent) ist bei Wohnungseinbrüchen zu verzeichnen. Das ist der niedrigster Stand seit zehn Jahren im alten und neuen Zuständigkeitsbereich der Inspektion und gilt als wichtigster Gradmesser für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Die Aufklärungsquote lag hier bei 20,7 Prozent, bayernweit bei 21,8 Prozent. Als Gründe für den Rückgang nimmt die Polizei die zusätzliche Präsenz uniformiert und zivil in Wohnungsgebieten an.

Rauschgiftdelikte gestiegen

Im Jahr 2019 ist die Anzahl der Rauschgiftdelikte auf 380 Fälle (Vorjahr 233) gestiegen, was einer Steigerung von 61 Prozent entspricht. Im Zehnjahresvergleich ist das der höchste Wert an aufgenommenen Rauschgiftdelikten. Der Anteil an der Gesamtkriminalität beträgt 12,4 Prozent, davon konnten 343 Tatverdächtige ermittelt werden. Der Anteil der Kinder/Jugendlichen ist im Vergleich zum letzten Jahr erneut leicht gesunken auf 24,5 Prozent (26 Prozent), davon 83 Jugendliche und 75 Heranwachsende sowie ein Kind.Das häufigstes Delikt war der Erwerb/Besitz von Marihuana. 

red

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