Polizei sucht Umweltsünder - Salzsäure in einer hochkonzentrierten Lösung belastete Kläranlage des Fliegerhorstes

Nach mehreren Alarmen der Säure-Basen-Überwachung der Kläranlage des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck Anfang Dezember letzten Jahres wurde durch die Bundeswehr das Wasser im Labor untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass die Ursache das Einbringen von Salzsäure in einer hoch konzentrierten Lösung war, diese wird üblicherweise für die Entkalkung/Reinigung von Tank- oder Wasseranlagen verwendet. In jedem Fall konnte durch Gegenmaßnahmen wie z. B. Verdünnen ein drohendes Umkippen verhindert werden: Die Kläranlage arbeitet auf bakterieller Basis, sollten aufgrund starker Erhöhung des Säuregehaltes die Bakterien abgetötet werden, fallen Reinigungs- und Ausfallkosten in Höhe von ca. 200.000,- Euro an. Daher wird die Anlage auch rund um die Uhr technisch überwacht.

Der Einsatzzug der Polizei Fürstenfeldbruck ermittelt nun in den von der Bundeswehr bereits privatisierten Bereichen, die aber noch an der Kläranlage des Fliegerhorstes angeschlossen sind, zum Beispiel der Wohnanlage Zenettistraße/Von Gravenreuth Straße/Lützowstraße oder den privaten Nutzern des abgetretenen Fliegerhorstgeländes. Wer kann Angaben zu einer Person machen, die Anfang Dezember ihre salzsäurehaltigen Abwässer in die Abwasserkanäle entsorgte? Hinweise bitte an den Einsatzzug der Polizei in Fürstenfeldbruck, Tel.: 08141/612-0.

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