Aufklärungsquote so hoch wie nie

Polizeiinspektion Germering veröffentlicht Zahlen der Kriminalstatistik 2020

Schaubild der Entwicklung der Gesamtstraftaten im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Germering.
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Entwicklung der Gesamtstraftaten im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Germering.

Germering – Wie in jedem Jahr veröffentlichte die Polizeiinspektion Germering ihre Kriminalstatistik für das vergangene Jahr, coronabedingt jedoch ohne große Pressekonferenz.

Laut Erstem Polizeihauptkommissar Andreas Ruch sei es innerhalb des Jahres 2020 im Bereich der PI Germering zu 3.411 Straftaten gekommen und somit zu 350 mehr als im Vorjahr. Dies bedeutet einen Anstieg von 11,3 Prozent.

Im Vergleich dazu wurden jedoch auch 18,7 Prozent mehr Tatverdächtige ermittelt. Die sich daraus ergebende Aufklärungsquote von 65,7 Prozent – 2019 waren es 64,7 Prozent – stellt somit einen Höchstwert in der bisherigen PI-Historie dar.

„Das selbstgesteckte Ziel, die Aufklärungsquote über der 60 Prozent-Marke zu halten, konnte somit auch im sechsten Jahr in Folge erreicht werden“, erklärt Ruch. Die Ursachen für diese Steigerung liegen laut ihm zu einem erhebliche Teil in der Zunahme der ermittelten Straftaten im Bereich Betäubungsmittel, die naturgemäß beinahe ausschließlich geklärte Straftaten sind, und an den geklärten Fällen im Bereich Graffiti, mit einer Aufklärungsquote von 35,3 Prozent. Von 292 Rauschgiftdelikten wurden 386 Tatverdächtige ermittelt. Der Anteil der Jugendlichen hat sich hierbei im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt auf 48,3 Prozent.

Spürbarer Rückgang im Bereich Wohnungseinbrch

Hingegen sei im Bereich Wohnungseinbruch ein spürbarer Rückgang zu vermerken. Waren es 2019 noch 29 Fälle, so sank ihre Zahl 2020 auf 18 Fälle, was einen Rückgang von 37,9 Prozent und somit den niedrigsten Stand seit zehn Jahren bedeutet. Durch die corona-bedingte Vorschriften sei dies „eine bisher nie gekannte Ruhe auf dem Wohnungseinbruchsektor“, so Ruch.

Im Gegensatz dazu beschäftigte das Phänomen „Falsche Polizeibeamte“ die PI Germering verstärkt. Trotz Präventionsprogrammen der Polizei, etwa „Leg auf!“, die deutliche Erfolge aufzeigen, kam es dennoch zu einigen Fällen, in denen Trickbetrüger Senioren um ihre Ersparnisse brachten. „So gelang es ihnen in einem Fall im Juni 2020 in Eichenau, einen 90-Jährigen zur Herausgabe seiner Goldbarren im Wert von über 600.000 Euro zu bewegen“, berichtet Ruch.

Zudem hat sich für die Germeringer Polizei die tägliche Arbeit seit dem ersten Shutdown in Richtung einer neuen gewichtigen und bis dato nie dagewesenen Aufgabe verschoben, der Überwachung der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. So kam es zu über 700 entsprechenden Anzeigen.

pi

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