Kiesabbau im Rothschwaiger Forst in Fürstenfeldbruck

Acker statt Wald - CSU unterstützt Online-Petition der Grünen

+
Schriftführerin im Ortsvorstand Katrin Siegler (Stadträtin), Ortsvorsitzender Andreas Lohde (rechts, Stadtrat) und der Vorsitzende der Seniorenunion Ludwig Gascher sind sich mit dem CSU-Ortsvorstand einig, dass eher der Acker, auf dem sie stehen für den Kiesabbau genutzt werden sollte, als der Waldabschnitt im Rothschwaiger Forst.

Fürstenfeldbruck - Nach den Grünen bezieht auch der Ortsvorstand der CSU Fürstenfeldbruck Stellung zum Kiesabbau im Rothschwaiger Forst. Sie verabschiedeten ein Positionspapier und unterstützen grundsätzlich die Online-Petition der Grünen-Stadträte. Die CSU stehe demnach auf dem Standpunkt, dass Kiesabbau in der Region weiter wichtig ist – fordert aber, dass die Verträglichkeit des Abbaus vor dem Hintergrund der Naherholung, des Klimaschutzes und der Wasserversorgung priorisiert berücksichtigt werden müssen. Konkret strebt die CSU einen Tausch der Abbauflächen an. Eine Änderung im Regionalplan solle beantragt werden.

„Besonders wenn Vorranggebiete in Waldgebieten ausgewiesen werden, muss neben dem Naherholungswert berechtigt die Klimaschutzfunktion von Wäldern bei der Abwägung eine Rolle spielen“, fordert die CSU. Außerdem sei sie der Auffassung, dass Abbaugebiete nach der Ausbeutung und Rekultivierung ökologisch deutlich aufgewertet sein müssen, um den Eingriff zu rechtfertigen. Vor diesem Hintergrund ist die CSU in Fürstenfeldbruck der Meinung, dass die Ausweisung des Kiesabauvorranggebietes in den Rothschwaiger Forst hinein im Regionalplan rückgängig gemacht werden muss. Die CSU setze sich dafür ein, dass die Ausbeutung statt in den Wald in Richtung Osten genehmigt wird. 

Wald hätte sich in den Jahren positiv entwickelt

Die dort befindlichen Ackerflächen zwischen Kieswerkstraße und B471 seien inzwischen ökologisch und klimaschutztechnisch von deutlich minderer Bedeutung, als die Waldfläche, die sich in den letzten zehn Jahren sehr positiv entwickelt habe. Dieser Wald habe in den vergangenen zehn Jahren durch Naturverjüngung, aber auch durch bewussten Waldumbau durch das Forstamt, eine Aufwertung hin zu einem Klimaschutzwald durchgemacht. Die Opferung des Waldes sei, trotz einer vertraglich geregelten Renaturierung und in Teilen noch möglichen Aufwertung, für den Kiesabbau nicht zu rechtfertigen, wie die CSU sagt. 

CSU pocht auf weitere Gespräche mit den Betreibern

Da mit planungsrechtlichen Mitteln die Kommune so gut wie keinen Einfluss auf den Abbau nehmen kann und eine komplette Verhinderung des Kiesabbaus ebenfalls aussichtslos sei, setzt die CSU auf Alternativen: „Wir regen demnach an, weiter Gespräche mit den Beteiligten zu führen, um eine Verlagerung der Vorrangfläche, vom Forst auf die östlich der Kiesgrube liegende Ackerfläche zu realisieren“, sagt Andreas Lohde. 

red

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare