Fasching hat Herz

Die verlorene "Wucht" des Faschings

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Fürstenfeldbruck – „Fasching hat Herz“ – so lautet die Aktion, mit der sich die Faschingsfreunde Fürstenfeldbruck und befreundete Faschingsgesellschaften aus Oberbayern zum Ziel gesetzt haben, den Fasching als kulturelle und brauchtümliche Einrichtung mit Erlebnisqualität wieder anzukurbeln. Und das seit 2013

Zusammen mit möglichst vielen Partnern wollen die Gesellschaften dem Fasching dabei zu einem besseren Image verhelfen. Mit einer gemeinsam entworfenen Wort-Bildmarke „Fasching hat Herz – Mia san dabei“ werben sie für ihre Aktion bei allen Veranstaltungen und auf ihren Plakaten. 

So gaben sich am Abend des 14. Februars 15 Prinzenpaare aus Nah und Fern auf Einladung der Faschingsfreunde Fürstenfeldbruck e. V. auf der synthetischen Eislauffläche auf dem Geschwister-Scholl-Platz ein Stelldichein. „Man hat festgestellt, dass der Fasching in Bayern ein bisschen an Wucht verloren hat“, meinte Jürgen Völkl bei der Begrüßung der Prinzenpaare und der Ehrengäste. Dagegen kämpfen die Faschingsvereine an. „Alle Faschingsgesellschaften versuchen, mit allen Möglichkeiten, den Fasching zu präsentieren“, sagte Völkl. 

15 Prinzenpaare auf Eis

Nach der Vorstellung der Paare, in Anwesenheit des Präsidenten Peter Steinberger, seines Vizes Wolfgang Mergard und Beisitzers Markus Koterba vom Landesverband Oberbayern des Bundes Deutscher Karneval, unterhielten ihre Tollitäten die Zaungäste mit einen Walzer auf der Eislauffläche. Mit den „Prinzenpaaren on Ice“ wollten die Brucker Faschingsfreunde zugleich auf ihre Aktion aufmerksam machen. 

Die Faschingsgesellschaften erfüllen, wie viele Vereine, einen sozialen Zweck. Sie engagieren sich in der närrischen Zeit bei sozialen Einrichtungen, bringen mit Prinzenpaaren und –garden Freude und Lebensmut unter die Menschen, die aus verschiedensten Gründen nicht am bunten Treiben des Faschings teilhaben können. So veranstalten die Brucker Faschingsfreunde jedes Jahr den Ball der lachenden Herzen zusammen mit dem Kreis Eltern mit behinderten Kindern Fürstenfeldbruck und treten bei der Caritas auf. Kinder, Jugendliche und Erwachsene lernen im Verein außerdem den sozialen Umgang miteinander, haben gemeinsam bei den Auftritten, beim Training und gemeinsamen Unternehmungen Spaß und finden Freunde. 

Den Branchen "die Augen öffnen"

Vielleicht erreiche man mit der Aktion „Fasching hat Herz“ aber auch Veranstalter und Gastwirte, so dass sie sich animiert fühlen, wieder mehr Bälle zu machen. „Die Menschen wollen feiern, entweder verkleidet oder auch schwarz-weiß“, meint Völkl. „Wir sind sicher, dass es in der heutigen Zeit viele lustige und maskenfreundliche Menschen in jedem Alter gibt. Genau das wollen wir aufzeigen und den Medien, Politikern und allen faschingsverbundenen Branchen „die Augen öffnen“, wie vielen Menschen der Fasching, die Tradition und die Freude am Feiern in Gesellschaft wichtig ist“. 

Neben den beiden Brucker Faschingsgesellschaften, den Faschingsfreunden als Veranstalter und der Brucker Heimatgilde nahmen an dem Auftritt auf dem Geschwister-Scholl-Platz die Faschingsgesellschaft Olching, die Olchinger Tanzfreunde sowie zehn weitere Faschingsvereine aus umliegenden Landkreisen teil.

Dieter Metzler

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