Probe-Höhenflug in Mammendorf für Iris Tower in Dubai

Wer kennt es nicht, das legendäre Foto „Skyscraper“ des Fotografen Charles C. Ebberts, das in vielen Wohnungen als Poster an der Wand hängt: Arbeiter, die auf einem Stahlträger in schwindelnder Höhe eines New Yorker Wolkenkratzers Mittagspause machen? KB-Mitarbeiter Dieter Metzler gestand nach dem "Probe-Höhenflug“ bei einem Mammendorfer Unternehmen, das demnächst einen Fassadenaufzug auf den Iris Tower in Dubai montieren wird: „Mir wurde allein vom Betrachten schon schwindlig. Ähnlich fühlte ich mich unlängst, obwohl ich dazu keine Veranlassung hatte, denn ich stand sicher in der Gondel des Fassadenaufzugs, der demnächst in Dubai montiert wird, und schwebte dem verregneten Mammendorfer Himmel entgegen.“

„Die Sicherheit wird bei unseren Fassadenbefahrsystemen großgeschrieben“, beruhigte mich Jakob Miskowitsch vom Mammendorfer Unternehmen Manntech, als ich aus der Gondel kletterte und sichtlich erleichtert wieder festen Boden unter den Füßen spürte. Seit über 50 Jahren konstruiert und fertigt die Firma Fassadenbefahrsysteme für Gebäude auf der ganzen Welt. Allein die Gondel hängt an vier dicken Stahlseilen. „Das ist Vorschrift“, klärte mich Miskowitsch auf, der für den Einkauf und Betrieb des in der Welt marktführenden Unternehmens für Fassadenbefahrsysteme zuständig ist. Darüber hinaus sind etliche weitere Sicherheitsvorkehrungen vorgesehen.Vor zehn Jahren löste sich das Mammendorfer Unternehmen aus der Mannesmann AG und arbeitet seitdem als eigenständige GmbH. Das einst in Olching angesiedelte Unternehmen wechselte erst vor sieben Jahren an den jetzigen Standort in Mammendorf. Die Firma beschäftigt ca. 170 Mitarbeiter, davon allein 90 in Mammendorf. Neben einem Tochterunternehmen in den Niederlanden bestehen weitere Service-Stellen in Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg und Berlin. Das Angebotssortiment von Manntech umfasst das komplette Produktprogramm von Fassadenbefahrsystemen für die Innen- und Außenbefahrung von einfachen oder architektonisch anspruchsvollen Gebäudegeometrien und Fassaden. „Eine Serienfertigung gibt es sozusagen nicht“, so Miskowitsch, „wenn man so will, ist jeder Fassadenaufzug ein Unikat." Entscheidend für ein Befahrsystem sei nicht die Gebäudehöhe, informierte Miskowitsch weiter, sondern die große Herausforderung stelle jeweils die Kontur des Gebäudes dar. „Jeder Quadratmeter der Außenfassade muss erreichbar sein“, so Miskowitsch. Als eine weitere Herausforderung nannte der Mammendorfer Betriebsleiter die so genannte „Parkstellung“ des Fassadenaufzugs. „In der Zeit, wo der Aufzug nicht zum Einsatz kommt, sollte er auch nicht zu sehen sein.“ Inzwischen hat Manntech weit über 8.000 Fassadenbefahranlagen errichtet. „Wir sind auf allen namhaften Gebäuden der Welt vertreten“, sagte Miskowitsch nicht ohne ein wenig stolz, gibt es doch weltweit jede Menge Konkurrenz. „Wir bieten „Alles aus einer Hand“, von der Beratung über die Planung und Projektierung bis hin zur Konstruktion, Inbetriebnahme und den After-Sales-Service“, erklärte der Betriebsleiter abschließend.

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