Projekt des Caritas-Kindergartens von Verein Hand in Hand gefördert

Erstmals seit seinem 12-jährigen Bestehen lobte der 160 Mitglieder starke Verein zur Förderung der sozialen Aufgaben der Caritas im Landkreis „Hand in Hand“ nur einen Förderpreis aus. Einstimmig entschieden sich bei der Versammlung am 17. Mai die anwesenden Mitglieder, ein Projekt des Caritas-Kindergartens „Himmelszelt“ zu fördern.

„In der Vergangenheit haben wir mit vielen kleinen Summen mehrere Einrichtungen gefördert“, erläuterte der 1. Vorsitzende Günter Wittmann nun die erstmalige Vergabe an nur einen Preisträger. „Doch 300 Euro haben die Preisträger nicht wirklich weiter gebracht. So haben wir uns im Verein entschlossen, zukünftig nur noch eine Auszeichnung zu vergeben, die Wirkung zeigt und zugleich die Einrichtungen anspornt“, so Wittmann. Den Förderpreis in Höhe von 3.000 Euro überreichte der erste Vorsitzende der Leiterin des Kindergartens, Anke Schmette, für den Aufbau und die Entwicklung des Projekts „Familienkompetenzzentrum / Kinder- und Familienzentrum – Wir machen uns auf den Weg!“. In Fürstenfeldbruck mache sich ein Geburtenrückgang bemerkbar, berichtete die Leiterin des Kindergartens am Gernlindener Weg, so dass sich ein Kindergartenplatzüberschuss abzeichne. Gleichzeitig seien die Anforderungen an Familien komplexer geworden und damit die Erziehung schwieriger. Dazu stelle die Berufswelt hohe Mobilitäts- und Flexibilitätsansprüche an die Eltern und über Schule und Ausbildung auch schon an die Kinder. „Aus dieser Tatsache heraus sehen wir es als zukunftsorientiert an, den Kindergarten für die Allgemeinheit und auf die neuen gesellschaftlichen Gegebenheiten hin zu öffnen“, begründete Schmette das vom Kindergarten initiierte Projekt. Durch zusätzliche Beratungs- und Förderangebote eines Kinder- und Familienzentrums und die fachliche Einbindung in das gesamte soziale Netz des Caritaszentrums wolle man eine zentrale Anlaufstelle aufbauen, um gezielt Hilfe leisten zu können. Dabei könne sie sich auch vorstellen, so Schmette, dass auch Kontakt- und Freizeitangebote für die Familien untereinander zum Programm gehören. Der Kindergarten würde dann die Vermittlungsfunktion übernehmen. „Dabei ist es wichtig, dass die Angebote niederschwellig sind und alle Familien, gleich welcher kulturellen und sozialen Herkunft, angesprochen werden“, so Schmette. Schon seit dem vergangenen Herbst habe der Kindergarten mit dem Projekt begonnen, informierte Schmette. Man habe einen Fragebogen zur Bedarfsabfrage und den Wünschen der Eltern erstellt und ausgewertet, habe gemeinsam mit dem Elternbeirat erste Aktivitäten initiiert wie beispielsweise einen Adventsbasar, eine Kinderbibliothek eingerichtet, einen Tag der offenen Tür durchgeführt oder mit dem Roten Kreuz einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Geplant sind vom Elternbeirat u.a., eine Radltour und ein Spielplatzfest mit Familien an jeweils einem Wochenende. Man habe bereits eine positive Resonanz feststellen können, berichtete Schmette und stellte abschließend fest, dass man auf dem richtigen Weg sei. Begeistert vom Projekt zeigte sich sowohl der erste Vorsitzende Günter Wittmann als auch Sozialreferentin Maria Röhl, die auch im Namen der Stadt dankte.

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