Projekt f.i.t. – Initiative der evang.-luth. Landeskirche für junge und alte Menschen

Eine fröhliche „Lerngemeinschaft“ beim neuen Förder-Projekt „f.i.t.“ der evang.-luth Landeskirche, hier versammelt in der ev. Gnadenkirche FFB. Foto: Günter Schäftlein

Im Blickpunkt für das Projekt f.i.t. (fördern - initiativ werden - teilhaben) stehen „vor allem Allein-erziehende, Kinder und Jugendliche, Migranten und ältere Menschen im ländlichen Raum“. Die Landessynode der evang.-luth. Kirche in Bayern hat hierfür „gegen die wachsende Armut im Freistaat“ über 3 Jahre verteilt drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Dies als Unterstützung für eine enge Kooperation von f.i.t.-Kirchengemeinden mit diakonischen Trägern. In erster Linie geht es dabei um eine Förderung von Kindergartenkindern aus belasteten sozialen, finanziellen oder persönlichen Situationen für Alleinerziehende und Familien, die „alltagspraktisch begleitet und die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz bestärkt werden sollen.“ Auch im Brucker Westen sieht man hierfür Bedarf: Neugierde und Lust am Lernen sollen geweckt, der Anschluß an Altersgruppen ermöglicht und Familien mit Migrationshintergrund der Zugang zu hier vorhandenen Bildungsangeboten erleichtert werden. Letztendlich - so die örtlichen Initiatoren aus Brucker Elternschule/Diakonisches Werk FFB und dem Kindergarten der evang. Gnadenkirche - wird dies zu einer positiven Begegnung zwischen Eltern und Kinder in einem für Integration wichtigen Lebensabschnitt beitragen. Das Angebot der Brucker Elternschule umfasst dabei Eltern-Kind-Spielgruppen, Vorkindergartengruppen, Babygruppen, offene TreffsElternkurse, Elternsprechstunde/Beratung, das Projekt Opstapje, Elterngesprächskreise. Die evang. Gnadenkirche FFB umfasst etwa 3000 Mitglieder aus dem Brucker Westen/Buchenau, Aich, Landsberied, Schöngeising und Puch. In der Kindergartengruppe erfährt das Kind Geborgenheit, Sicherheit und Zugehörigkeit. Die Einzelförderung beträgt wöchentlich 60 Minuten. Das betreuende Team setzt sich zusammen aus fünf Fachkräften und drei pädagogischen Ergänzungskräften. Bei f.i.t. sind mit im Boot auch geschulte, ehrenamtliche Projekthelfer für Bring- und Abholdienste, Behördengänge, Haushaltsorganisation, Handwerkliches und Wohnraumgestaltung und den Aufbau sozialer Netzwerke. Gebraucht wird in dieser freiwilligen, ehrenamtlichen Funktion Belastbarkeit, Geduld, Toleranz, Offenheit, vertraulicher Umgang und alltagspraktische Erfahrungen. Die Teilnahme der Familien am Projekt ist freiwillig und auf 12 Monate konzipiert. Gruppentreffen erfolgen hierzu einmal monatlich. Die maßgebliche Zuständigkeit liegt beim f.i.t.-Beirat, der aus Teilen des KiGa-Ausschusses der Gnadenkirche (Pfarrerin Ursula Leitz-Zeilinger), der Brucker Elternschule (Leitung Frau Grajcarova) und der Projektkoordinatorin Michaela Dijakovic (Dipl. Soz. Päd. FH, 31 Jahre, verh., 2 Kinder) besteht. Tel. 08141-354478. Die Auftaktveranstaltung in der Gnadenkirche war gekennzeichnet von einer behutsamen Andacht und Segnung durch die Pfarrerin Leitz-Zeilinger, der Projektvorstellung sowie einem Grußwort durch die Schirmherrin Susanne Geys: „Der Brucker Westen ist ein Ort der Vielfalt. Auch hier haben sich die Familien stark verändert.“

Auch interessant

Meistgelesen

Ballenpresse fängt Feuer
Ballenpresse fängt Feuer
Horror-Szenario als Übung
Horror-Szenario als Übung
Fusionspläne werden geprüft
Fusionspläne werden geprüft
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben

Kommentare