Neues Projekt in KOM

Wie Religion den Alltag prägt

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Das Programm wurde vorgestellt (von links): Andrea Koriath und Angelika Steer vom KOM Olching, Johannes Kalwa vom Resistenz Theater Germering, sowie Andreas Magg, erster Bürgermeister der Stadt Olching.

Es ist bereits seit mehreren Jahren Tradition, dass das Resistenz Theater Germering zu Allerheiligen ein Projekt im KOM präsentiert. In Verbindung mit dem 500-jährigen Jubiläum der Reformation wurde dies zum Anlass genommen ein eigenes Projekt zu entwerfen. Das Programm wurde vergangene Woche im KOM in Olching vorgestellt

Olching – „Die eigentliche Idee entstand vor einem Jahr, als es zu einer Diskussion zwischen Mitgliedern des Theatervereins über das Thema Religion kam“, sagt Johannes Kalwa vom Resistenz Theater. Aus dem trotzigen Kommentar „Losing my Religion“ entwickelte sich, nach Ergänzung mit Frage- und Ausrufungszeichen, der Titel der Veranstaltung. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Besuchern, zu untersuchen, wie Religion den heutigen Alltag prägt.“ Wobei man sich ausdrücklich nicht auf das Christentum beschränkt: „Wir möchten möglichst viele verschiedene Religionen und Meinungen zu Wort kommen lassen, um die Frage des Glaubens durch persönliche Blickwinkel kulturell aufzuarbeiten.“ 

Eröffnung mit Vernissage

Gerade, weil in der heutigen Zeit die Religion häufig als eine individuelle Ansicht gelte, bei deren Ausgestaltung man sich gerne, wie in einem Baukasten, bei verschiedensten Vorstellungen bediene. Das Veranstaltungsprogramm versuche so abwechslungsreich und offen wie möglich zu sein. Den Anfang macht eine Vernissage am 26. Oktober mit dem Thema „Religion im Leben“, bei der bekannte Künstler aus dem Landkreis ihre Werke ausstellen. Es folgt am 28. Oktober ein Konzert der Musikschule „3klang“. Hier wird untersucht, welche Musikstücke einen religiösen Ursprung haben und welche nicht. Es folgt der erste Thementag (29. Oktober), bei dem unterschiedlichste Aspekte der Religion besprochen werden sollen. Dies schleißt auch ein Gespräch mit dem ehemaligen Bürgermeister von Puchheim Herbert Kränzlein über „Religion in der Politik“ mit ein. Ebenso wie ein Ausflug in die Geschichte Olchings, der sich mit dem Kirchbau und seinen Auswirkungen auf das Stadtbild beschäftigt. 

Herzstück ist Geschichtenwettbewerb

Am vorletzten Tag erfolgt eine szenische Lesung von Jerome Bigbys „The Man from Earth“. Ein Stück, welches die Frage behandelt, wie man sich verhält, wenn die eigenen Überzeugungen in Zweifel gezogen werden. Den Schluss macht am 31. Oktober ein weiterer Thementag. Hier werden die Arbeiten von Olchinger Konfirmanden präsentiert. Geplant sind eine Improvisationsschau zur Rolle der Religion im Alltag und die Premiere eines Videoprojektes von Vera Greif „Wo ist Gott“. Das Programm schließt mit einer Podiums-Diskussion, die der Bürgermeister von Puchheim, Norbert Seidl, moderieren wird. Das eigentliche Herzstück ist aber ein Geschichtenwettbewerb. Alle Interessenten sind aufgerufen, bis zum 9. Oktober ihre eigenen Geschichten über „Religion im Alltag“ einzusenden. Sie werden dann in das Programm des Festivals integriert. Die Art der Erzählung ist dabei dem Autor überlassen, aber sie sollte eine Beziehung zum oder eine Textzeile aus dem Lied „Losing my Religion“ von REM enthalten. Infos unter: http://luther. resistenztheater.de/

Andreas Straube

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