Protest gegen NPD-Wahlkampf in Fürstenfeldbruck - CSU, SPD und Grüne zeigten gemeinsam Flagge

Bundestag hin Deichenstegtrasse her – im Protest gegen Wahlkampf der NPD in Fürstenfeldbruck waren sich die Parteien am vergangenen Samstag einig. „Da muss man Flagge zeigen, dass man so etwas nicht will“, sagte etwa CSU-Stadträtin Beate Hollenbach. „Wie wollen unseren Protest deutlich sichtbar machen“, ergänzte SPD-Stadtratskollege Mirko Pötzsch. Ebenfalls vor Ort dabei beim bunten Protest war Grünen-Sprecher Milko Tansek.

Ein wachsames Auge auf NPD-Stand und Aktion hatten auch Polizei und örtliche Behördenvertreter. Manche Passanten waren jedoch der Ansicht, durch den bunten Protest biete man der NPD erst recht ein Forum und rücke sie eine Art Märtyrerrolle. Die NPD selbst hatte den Wahlkampfstand ordnungsgemäß bei der Stadt angemeldet. Brucks dritter Bürgermeister Ulrich Schmetz meinte dazu: „Solange eine Partei zugelassen ist, kann man ihr Wahlkampf nicht verwehren.“ Allerdings hatte die NPD Anweisung, mit ihrem Stand auf öffentlichem Grund zu bleiben. CSU, Grüne und SPD hatten dagegen für ihre Stände die Erlaubnis auf dem unmittelbar anschließenden Privatgrund. Die Vertreter der drei Parteien führten aktiv Wahlkampf für ihre Interessen, um den Stand der NPD zu isolieren. Dieser war gut drei Stunden lang zumeist von zwei Vertretern besetzt, die gegen das Vorgehen der örtlichen Behörden nach außen hin ruhig Einspruch erhoben hatten. Das Wahlkampfmaterial NPD blieb bis auf einige Ausnahmen unberührt.

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