Brandschutz in Schule für 22 Millionen Euro 

Puchheimer Ausschuss entscheidet sich für Sanierung statt Neubau der Mittelschule am Gerner Platz

Fassade der Mittelschule am Gerner Platz in Puchheim.
+
Der Brandschutz in der Schule Gerner Platz in Puchheim muss aufwendig und teuer saniert werden.

Puchheim – Die Ausschusssitzung städtische Bauten in der Schule Gerner Platz fand trotz schwieriger Corona-Lage statt, da die Sanierung der Mittelschule ansteht und aufgrund des mangelhaften Brandschutzes schnell gehandelt werden musste. Dabei wurden Stadträte zunächst von einem Brandschutzgutachter durchs Gebäude der Mittelschule geführt.

„Fazit war, dass ich nach dieser Begehung und auch nach den Fragen, die vom Gutachter und der Verwaltung beantwortet wurden zu dem Schluss kam, dass es keinen Sinn macht, die Schule abzureißen und neu zu bauen“, sagt Jürgen Honold von den Unabhängigen Bürger Puchheim (udp). Die Substanz sei noch in Ordnung, das größte Problem sei jedoch der Brandschutz.

„Beim Brandschutz wurde sowohl beim Bau der Schule als auch bei der Sanierung zur Jahrtausendwende maximal geschlampt“, kritisiert Honold. Deshalb müsse die Schule nun dahingehend saniert werden. Es gab mehrere Varianten, die dem Stadtrat in früheren Sitzungen bereits vorgestellt wurden. Diese reichen von der Minimalsanierung bis hin zum Neubau.

In der vergangenen Sitzung wurde schließlich für die Variante gestimmt, das Gebäude umfangreich zu sanieren, ohne aber Gewerke wie das Dach anzugreifen. „Das macht aus meiner Sicht sehr viel Sinn, da diese Bauteile noch eine gewisse Restlebensdauer haben und diese dann auch später im laufenden Betrieb saniert werden können“, sagt Honold.

Ausschuss spricht sich 7:4 für Sanierung aus

Auch aufgrund der unsicheren Finanzsituation begrüße er es, dass sich der Ausschuss mit 7:4 Stimmen für diese Variante ausgesprochen hat. Mit geschätzten 22 Millionen Euro Kosten sei aber auch diese eine große Herausforderung.

Im Tagesordnungspunkt zwei sollte über den udp-Antrag für den Testbetrieb von Luftreinigungsgeräten an Schulen entschieden werden. Es gab Testläufe mit entsprechender Auswertung in Olching und Fürstenfeldbruck, allerdings nur zu den Themen Geräusch und Bedienung, nicht zu deren Wirkungsweise. Die udp plädierte dafür, dass die Stadt zunächst auf den testweisen Betrieb der Geräte verzichtet, da womöglich auch keine anderen Ergebnisse zu erwarten sind. „Mein Gegenvorschlag war, dass wir testweise CO-2-Sensoren anschaffen, die auch die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur messen und die Daten an ein zentrales System in der Schule senden, so dass wir diese auswerten können“, erzählt Honold der auch die Auswertung übernehmen würde. Mit diesen Daten könnte die Stadt dann Rückschlüsse und entsprechende Konsequenzen ziehen. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

In selber Sitzung wurde auch beschlossen, dass der Ausbau des Glasfaseranschlusses der städtischen Schulen erneut ausgeschrieben und „dann hoffentlich bald“ umgesetzt wird. Auch dieser Beschluss wurde einstimmig gefasst.

red

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare