Quadrocopter fiel auf zwei Pkw

Buchstäblich vom Himmel fiel ein Quadrocopter mit eingebauter Kamera am Mittwochmorgen. Zum Glück ist Ferienzeit - außer dem Inhaber einer Sicherheitsfirma befand sich kein Mensch in der Nähe. Der Flugkörper traf zwei Pkw, die auf dem Parkplatz neben der Doppelturnhalle geparkt waren. Zufällig beobachtete Wolfgang Schlaegel, Inhaber der Sicherheitsfirma SGMS in FFB den Vorfall in zehn Metern Entfernung. „Ich hörte ein Summen und dann einen Knall.“

Wie Schlaegel berichtete, war ein Flugmodell mit 4 Motoren, ein sog. Quadrocopter, bei dem Versuch eines Fotografen, eine Luftaufnahme des neuen Altenheims in Fürstenfeldbruck anzufertigen, außer Kontrolle geraten. Zwei Pkw, die auf dem Parkplatz abgestellt waren - ein Opel und vor allem ein Seat Ibiza - wurden in Mitleidenschaft gezogen. Beim Seat Ibiza wurde die Frontscheibe sichtbar beschädigt sowie das Autodach, beim danebenstehenden Opel der Seitenspiegel und die Türe. Der Schaden am Fluggerät beträgt etwa 2 500 Euro. Der Sicherheitsdienst informierte die Polizei. Schlaegel: „Der Verursacher war sichtlich geschockt und glücklich darüber, dass es keine Personenschäden gegeben hatte.“ Ob der Quadrocopter aus einem Bausatz hergestellt wurde oder in Serie gefertigt ist, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Auf Anfrage bei der Reg. von Obb. Luftamt Südbayern, teilte die Pressestelle mit, dass eine (gebührenpflichtige) „Aufstiegserlaubnis für Flugkörper mit Eigenantrieb bis zu einer Gesamtmasse von max. 5 kg ohne Verbrennungsmotor“ beantragt werden muss. (Für die Steuerung von Flugkörpern über 5kg Gewicht gelten besondere Verordnungen). Eine Reihe von Vorschriften müssen dabei eingehalten werden. Ein wichtiger Punkt: Innerhalb geschlossener Ortschaften ist der beabsichtigte Einsatz der zuständigen Polizeidienststelle rechtzeitig vorher anzuzeigen und mit dieser evtl. notwendige Absperrmassnahmen abzusprechen. Starts und Landungen dürfen nur mit Zustimmung des jeweiligen Grundstückseigentümers oder des sonst Verfügungsberechtigten durchgeführt werden. Der Flugkörper darf nur über eine Funkfernsteuerung unter ständiger Kontrolle durch den „Piloten“ betrieben werden. Der autonome Betrieb des Flugkörpers z.B. mittels GPS-waypoint-Navigation ist nicht erlaubt. Inhaber der Aufstiegserlaubnis müssen einen Nachweis über den Einsatz der Flugkörper führen und diesen auf Verlangen den Luftämtern Nord- und Südbayern vorlegen , außerdem muss für die Flugkörper eine spezielle Haftpflichtversicherung abgeschlossen sein.

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