Radfahrer-Unfälle

In d

er Presse vom 16.09.2011 war über zwei Unfälle, jeweils Frontalzusammenstöße von Radfahrern zu lesen. Beide könnte man leicht abtun und sagen: Wer ohne Licht und/oder ohne ausreichende Sicht, z.T. noch auf verbotenen Wegen unterwegs ist ... selber Schuld! Trotzdem machen beide Unfälle auch die Mängel in unserem Radwegenetz deutlich. Beispiel Unfall auf der Augsburger Straße: Auf dem Straßenzug gibt es von Neulindach kommend einen linksseitigen Radweg bis zur Marthabräustraße, auf dem vor allem an den Einmündungen immer wieder Unfälle mit Radfahrern passieren. Weiter stadteinwärts fahren die Radfahrer (auch Schulkinder!) ungeschützt auf der jetzigen Bundesstraße. Auf Grund des Gefahrenpotentials (u.a. tödlicher Radfahrunfall 1991) steht die Augsburger Straße seit 19 Jahren ganz oben auf unserer Prioritätenliste. Die Stadt plant nun seit Jahren durchgehende Radwege bzw. Radfahrstreifen beidseits der Augsburger Straße, von Neulindach bis in die Innenstadt. Die Planungen sind mit ADFC und VERKEHRSFORUM FFB mehrfach abgestimmt, und ein grundsätzliches Okay des Straßenbauamtews liegt vor. Auf Antrag der GUL/Grünen wurden 100.000 € mehr in den jährlichen Haushaltstopf für Radverkehrsmaßnahmen eingestellt, damit der Umbau zügig und nach mehreren Jahren Verzögerung endlich 2012 realisiert werden kann. Beim letzten Treffen mit der Stadtverwaltung wurde uns signalisiert, dass sich der Umbau möglicherweise weiter verzögert. Für uns sind eine weitere Verzögerung und die Inkaufnahme von Unfällen durch die Stadt nicht länger hinnehmbar. Wir fordern die Stadt auf, diese Maßnahme 2012 umzusetzen! Beispiel Unfall auf dem Silbersteg: Der Silbersteg über die Amper ist auf Grund seiner geringen Breite kein Radweg, wird jedoch von vielen Radfahrern genutzt, die auf ihrem Weg vom Bahnhof oder den Schulen im Süden der Stadt in Richtung westliche Innenstadt unterwegs sind. Sie nehmen diesen Weg bewusst, weil er für viele nicht nur kürzer, sondern vor allem die sichere Alternativstrecke zur vielbefahrenen Hauptstraße ist. Dass der Weg viel benutzt wird, zeigt auch, wie hoch der Bedarf an einer radfahrertauglichen Amperüberquerung westlich der historischen Amperbrücke ist. Vom VERKEHRSFORUM FFB wurde schon im Zuge des Umbaues der Hauptstraße eine eigene Fußgänger- und Radfahrerbrücke zwischen Leonhardsplatz und Ledererstraße vorgeschlagen. Denkbar sind im Zuge der Umgestaltung an der Aumühle und auf der Lände auch hier neue radfahrertaugliche Brücken. Wir bitten die Stadt, dies in ihren Planungen zu berücksichtigen. Erinnerung tödlicher Unfall Oskar-von-Miller-Straße: Im Oktober letzten Jahres ereignete sich ein tödlicher Radfahrunfall auf der Schöngeisinger Straße im Bahnhofsbereich. Mit zunehmender Dunkelheit steigt auch wieder das Gefahrenpotential für Fußgänger und Radfahrer an dieser Stelle. Das VERKEHRSFORUM FFB hatte bereits 1996 hier eine Mittelinsel auf der Fahrbahn gefordert. Wir bitten die Stadt dringend, diese Insel endlich zu realisieren. Es kann nicht sein, dass die Stadt an einer solchen sicherheitsrelevanten Stelle für die Realisierung länger als ein Jahr braucht. Und noch was Erfreuliches zum Schluss: Ausdrücklich gelobt wird von uns die schnelle Realisierung des Kreisels Am Sulzbogen / Ecke Kurt-Huber-Ring, der auf unsere Initiative von GUL/Grünen im Stadtrat letztes Jahr beantragt und jetzt gerade kurz vor der Fertigstellung ist. Der Kreisel soll nicht nur den Verkehr an dieser Stelle verflüssigen, sondern dient vor allem der Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern. Die Fahrbahnen sind nun für Fußgänger an allen Seiten mit Inseln sicher zu überqueren. Der Radverkehr wird vor dem Kreisel auf die Fahrbahn „eingeschleift“ und bewegt sich gleichberechtigt mit dem motorisierten Verkehr im Kreisel und kann sicher in alle Richtungen abbiegen. Wir hoffen, dass der zweite Teil des Antrages, der Kreisel Am Fuchsbogen Ecke Balduin-Helm-Straße auch noch umgesetzt wird. Hier kreuzt der Schulweg von der S-Bahn zum Viscardi-Gymnasium den stark frequentierten Fuchsbogen.

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