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Radu-Anton Maier mit dem Kultur-Verdienst-Orden ausgezeichnet

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Höchste Auszeichnung für den in Fürstenfeldbruck wohnenden Künstler Radu-Anton Maier.
Höchste Auszeichnung für den in Fürstenfeldbruck wohnenden Künstler Radu-Anton Maier. © Svetlana Maier

Fürstenfeldbruck – Ausgezeichnet: Der Künstler Radu-Anton Maier aus Fürstenfeldbruck erhielt den Kultur-Verdienst-Orden (Rumänien) im Rang eines Kommandeurs als Anerkennung für seine aufsehenerregende künstlerische und kulturelle Lebensleistung, verliehen durch den rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis.

Die Überreichung des Ordens und der Medaille ist in einem Festakt erfolgt, der am 3. November im Festsaal des Generalkonsulats von Rumänien in München stattgefunden hat. „Der Orden für kulturelle Verdienste wurde 1931 gegründet und ist eine Auszeichnung, die für auffallende Leistungen im Bereich der Kultur und für die Popularisierung der rumänischen Kultur in der Welt verliehen wird.“

Die rumänische Botschafterin in Berlin, Adriana Stanescu würdigte in Ihrer Laudatio die herausragende Lebensleistung von Radu-Anton Maier, ein Künstler mit einer bemerkenswerten Aktivität: „In Anerkennung und Würdigung seiner bedeutenden und prestigeträchtigen Karriere in der bildenden Kunst und für seinen großen Beitrag zur Förderung des Images Rumäniens in Deutschland wurde Radu-Anton Maier vom rumänischen Staatspräsidenten Klaus Iohannis mit dem Orden für kulturelle Verdienste im Rang eines Kommandeurs ausgezeichnet, und es ist uns eine große Freude, ihm zu gratulieren und ihm diesen Orden zu überreichen“.

Bedeutender deutsch-rumänischer Künstler

Radu-Anton Maier, Künstlername RADU,wurde 1934 in Klausenburg, Rumänien geboren und zählt, national und international anerkannt, zu einem der bedeutsamsten deutsch-rumänischen Künstlern. 1952 beginnt seine erfolgreiche Karriere am Institut für bildende Künste „Ion Andreescu“. Nach Abschluss des Studiums war Radu-Anton als wissenschaftlicher Assistent in Bukarest tätig.

Radus ständige Suche nach neuen Formen und Darstellungsmöglichkeiten entfaltet sich ab den 60er Jahren an der italienischen Akademie der Künste in Perugia und der damit ermöglichten Kontaktaufnahme mit der europäischen Kunstszene. Aus politischen Gründen und aus Protest musste er 1967 Rumänien für immer verlassen und ließ sich in Deutschland nieder. Erst nach 1990 nahm Radu die Beziehungen zu Rumänien wieder auf und stellte regelmäßig in Museen und Kunstgalerien des Landes aus. Bekannt wurde er einerseits durch die jährliche Teilnahme an der Großen Kunstausstellung in München, andererseits durch systematische Einzelausstellungen in weltweit bekannten Galerien und Museen.

2010 gründet RADU mit seiner Gattin Svetlana Maier in seinem derzeitigen Wohnort Fürstenfeldbruck die Galerie RADUART. Mit ihr verstärkt sich sein Einsatz für die Intensivierung und Vertiefung der kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Rumänien, insbesondere zwischen Bayern und Siebenbürgen.

Ausstellung bis 28. Januar

Vom 17. Dezember bis zum 28. Januar zeigt die Galerie RADUART, Ledererstraße 12, FFB, die wichtigsten Werke des Künstlers Radu-Anton Maier in einer Ausstellung. Eine Vernissage wird es nicht geben, der Künstler ist während der Öffnungszeiten Montag, Mittwoch 14 bis 17 Uhr und Samstag von 10 bis 13 Uhr anwesend und steht Interessierten für Fragen und Gesprächen zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite der Galerie.

red

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