Auftaktveranstaltung zum Radwegekonzept

Radler-Potenzial ausschöpfen

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Die vielerorts üblichen weiß-grünen Schilder schlägt Planer Andreas Ampßler zur Beschilderung der Radwege vor.

Landkreis – Das fast 15 Jahre alte Radwegekonzept für den Landkreis Fürstenfeldbruck soll überarbeitet werden. Dabei werden auch die Kommunen im Kreis beteiligt. Das Interesse bei der Auftaktveranstaltung war groß: Zahlreiche Bürgermeister, Kreispolitiker und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltungen sorgten für einen gut besetzten Sitzungssaal im Landratsamt. Die Bürger sollen im Herbst beteiligt werden.

Der Landkreis hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehr zu fördern und damit die Anzahl der Fahrradfahrer deutlich zu erhöhen. „Die Grundvoraussetzungen dafür sind durch die vorwiegend flache Topographie und die relativ kurzen Distanzen im Landkreis ideal“, sagte Vizelandrat Johann Wieser bei der Auftaktveranstaltung. Um dieses Potenzial weiter auszuschöpfen, komme es auf ein gut ausgebautes und damit attraktives Radwegenetz im Landkreis an. Deshalb hat der Energie-, Umwelt und Planungsausschuss des Landkreises 2016 beschlossen, das seit 1993 bestehende Radwegekonzept für den Landkreis aktualisieren zu lassen. 

Seit 1993 wurden Radwege vorwiegend unter dem Freizeitaspekt untersucht. Das neue Radwegekonzept befasst sich daneben auch mit der Frage „Wie komme ich als Radfahrer möglichst schnell von Punkt A nach Punkt B?“. Ziel des integrierten Radwegekonzeptes ist es laut Wieser, einen Überblick über den aktuellen Ausbaustand der Radwege und Radwegebeschilderung zu bekommen und nötige jeweilige Ausbauschritte in einer Prioritätenliste festzuhalten. Die vorhandenen Routen sollen, soweit notwendig, verbessert werden. Damit kann das Radwegenetz des Landkreises sinnvoll weiterentwickelt werden. Mit der Erstellung des integrierten Radwegekonzepts wurde das Planungsbüro Topplan beauftragt. Dessen Geschäftsführer Andreas Ampßler stellte den kommunalen Vertretern die weiteren Schritte vor. Als erstes soll zwischen Februar und April das bestehende und künftig gewünschte Radwegenetz mit den Gemeinden abgestimmt werden. 

„Im Sommer fahren wir dann alle Radwege ab“, sagt Ampßler. Dabei erfolgt eine Bestandaufnahme unter anderem über den Zustand der Wege, den Verlauf der Routen oder die vorhandene Infrastruktur wie Radständer oder E-Bike-Ladestationen an Rastplätzen oder Endpunkten der Routen. Der Prüfbericht will Topplan im Herbst vorlegen. Dann sollen auch die Bürger ihre Gedanken, Vorschläge und Ideen zum Radwegekonzept einbringen können. Ab Ende 2017 will das Planungsbüro schließlich Vorschläge ausarbeiten, wie man das bestehende Radwegenetz und auch seine Beschilderung – Ampßler schlägt eine einheitliche Beschilderung mit weiß-grünen Radwegschildern vor – verbessern kann. 

Wie Ines Roellecke, Sprecherin des Landratsamtes sagt, sei für das Gelingen des Projekts eine gute Zusammenarbeit wichtig. Gefragt seien dabei vor allem die Bürgermeister und Verwaltungen der Städte und Gemeinden im Landkreis, sowie der ADFC, die betroffenen Ämter aber auch die zuständigen Referenten und Mitglieder des Energie-, Umwelt- und Planungsausschusses des Kreistags und die Radbeauftragten der Nachbarlandkreise und der Landeshauptstadt München. Ziel der Zusammenarbeit: „Mitte 2018 soll das Konzept fertig sein und der Öffentlichkeit präsentiert werden“, sagt Ampßler. 

Andreas Daschner

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