In Gröbenzell

Fluchender Sattelzug-Fahrer und schreiender Passant halten Anwohner wach

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Ein Anwohner fand kaum Schlaf in dieser Nacht.

Eine Mitteilung über eine Ruhestörung beschäftigte die Polizei in den frühen Morgenstunden des 13. August. Gegen 3.30 Uhr kam ein Anruf, dass seit „zwei Stunden“ ein Lkw im Gewerbegebiet rangieren würde: Ein Motor würde immer wieder aufheulen und ab und zu würde eine Person „Stopp“ schreien. Der Mitteiler fand deshalb keinen Schlaf mehr.

Gröbenzell -  Auf der Inspektion kam ein Anruf rein, dass seit „zwei Stunden“ ein Lkw im Gewerbegebiet rangieren würde: Ein Motor würde immer wieder aufheulen und ab und zu würde eine Person „Stopp“ schreien. Der Mitteiler fand deshalb keinen Schlaf mehr.

Passant versuchte Sattelschlepper zu lotsen

Vor Ort eröffnete sich den Beamten folgendes Bild: Der Fahrer eines Sattelzugs kam von der Industriestraße und fuhr an allen möglichen zum Abbiegen nutzbaren Straßen vorbei, geradeaus in die Grünfinkenstraße. Das Sackgassenschild hatte er wohl übersehen. Die Tatsache, dass er am Ende der Straße weder nach rechts noch vorwärts weiterkommt bemerkte er zu spät. Ein zufällig hinzugekommener Passant versuchte dann, den Lkw-Fahrer wieder rückwärts zu lotsen. Außer dass er mit seiner Schreierei sämtliche Anwohner aus dem Schlaf riss, blieb das Vorhaben aber ohne Erfolg. 

Fluchen und Schieben

Während die Beamten mit dem Fahrer sprachen, verschwand nun der hilfsbereite Passant. Dem Fahrer gelang es anschließend, rückwärts aus der Grünfinkenstraße zu fahren. Die zunächst vorherrschende Freude seitens der Beamten wurde gleich wieder zunichte gemacht, da der Fahrer nun nach links in die Salzstraße einbog. Auch dieses Vorhaben scheiterte kläglich, da rechts und links dieser Straße Pkws parkten und nicht genügend Platz zum Rangieren war. Erneut begann er seine Rangierfähigkeiten unter Beweis zu stellen. Da er letztlich weder vor noch zurück konnte, machte er sich unter leisem Fluchen auf bulgarisch an einem Nissan zu schaffen. Tatsächlich gelang es ihm, dieses Fahrzeug, trotz angezogener Handbremse, soweit nach hinten zu schieben, dass er mit seinem Sattelzug um die Kurve fahren konnte. Nach einer gefühlten Ewigkeit, befreite er seinen Lkw. 

Halterin des Nissan wurde informiert

Nach Einschätzung der Beamten entstand am Nissan kein Schaden. Die Halterin wurde von der Polizei vorsichtshalber von der Aktion verständigt. Zur Freude aller Anwohner war die Ruhe gegen 4.30 Uhr wieder hergestellt.

red.

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