Unterstützer sozialer Projekte geben Einblick wie Rettung des Regenwaldes gelingen kann.

Das Paradies retten: Unterstützung aus Olching für den Regenwald im Kongo

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Sprachen über die Rettung des Regenwaldes (von links): Rainer Widmann, Katrin Staffler, Pfarrer Josef Aicher und Peter Kiefer.

Der Regenwald ist in Gefahr. Tägliche Bilder von brennenden Bäumen und abgeholzten Wäldern in Südamerika und Asien konfrontieren die Menschen mit dieser unbequemen Wahrheit. Auch in Afrika, genauer gesagt im Kongo, spitzt sich die Lage weiter zu. Zwar wird in diesem Gebiet keine Brandrodung betrieben, aber die Bewohner lassen sich immer öfter von ausländischen Investoren überzeugen, Waldstücke zu verkaufen. Zusätzlich trägt die ständige Jagd nach Wildtieren dazu bei, dass der Bestand drastisch abgenommen hat. Doch oftmals haben die Menschen im Kongo keine andere Wahl. Sie brauchen Geld und verkaufen kostbare Teile des Regenwaldes und Wildfleisch in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Olching - In einem von der Bundestagsabgeordneten Katrin Staffler organisierten Gespräch gaben neben dem Pfarrer Josef Aicher, der seit Jahren Missionsarbeit im Kongo leistet auch Rainer Widmann, Vermessungsingenieur und Unterstützer sozialer Projekte in Afrika und Südamerika und Peter Kiefer, ebenfalls Unterstützer sozialer Projekte in Afrika, einen Einblick, wie die Lage vor Ort tatsächlich aussieht und wie geholfen werden kann. 

Bewohnern müssen Alternativen aufgezeigt werden

„Ich habe die guten Zeiten der Natur erlebt, der Wald war intakt. Aber jetzt ist alles nicht mehr im Einklang,“ erzählt Aicher, der 1979 mit seiner Missionsarbeit im Kongo anfing. Trotzdem ist Pfarrer Aicher überzeugt, dass es noch nicht zu spät sei, um den Wald zu retten. Hierfür müssen aber verschiedene Maßnahmen unternommen und Projekte durchgesetzt werden. „Die Menschen, die vom und im Wald leben, brauchen eine Lebensgrundlage und das ist unser Ziel für die Zukunft“, erklärt Widmann. Deshalb müssen den Bewohnern Alternativen aufgezeigt werden, wie sie Geld verdienen können, ohne dabei den Regenwald der enormen Abholzung durch die Holzwirtschaft auszusetzen. 

Geld alleine reicht nicht

Das bedeutet unter anderem, dass die Landwirtschaft ausgebaut werden muss und, dass mehr Schulen benötigt werden. Zusätzlich muss der Informationsfluss gewährleistet sein. Unterstützer zur Rettung des Regenwaldes müssen sofort informiert werden, sobald Abholzungen geplant sind, um diese im Ernstfall stoppen zu können. Dass die Bundesregierung im Klimapaket 1,5 Milliarden Euro für den Schutz des Regenwaldes eingeplant hat, kommt den geplanten Projekten natürlich zugute. Bundesminister Gerd Müller verwaltet das Geld in Zusammenarbeit mit dem Amt für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Doch Geld allein reicht nicht aus, um die Lage im Kongo zu verbessern. Freiwillige Helfer werden ebenfalls händeringend gesucht. 

Helfer gesucht

„Es kann jeder mithelfen, wir bremsen niemanden“, sagt Widmann. Ob es nun um die Gestaltung von Webseiten geht, damit Interessierte Informationen zu Projekten sammeln können oder um handwerkliche Expertise, um den Bau von Schulen im Kongo weiter anzutreiben – jeder Helfer ist willkommen, um das „Paradies“, wie es Pfarrer Aicher gerne nennt, zu retten. Interessierte, die sich über Projekte zur Rettung des Regenwaldes informieren möchten oder erfahren wollen, inwiefern sie etwas beitragen können, sind jeden ersten Montag im Monat ab 19 Uhr eingeladen am Afrika-Stammtisch im Kolpingheim Olching teilzunehmen.

Julia Huß

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