Regional Einkaufen lohnt

Beim

Hersteller oder auch „regional“ zu kaufen hilft fast immer allen: dem Erzeuger, dem Verkäufer, dem Käufer, der Region und fast der ganzen Welt. Dies zu tun sollte demnach für den Verbraucher wieder mehr zur Gewohnheit werden. Bei Lebensmitteln und anderem z.B. weiß der Käufer dann, wo die Produkte hergestellt wurden. Er kann auch über die Zeit Vertrauen zu dem Hersteller aufbauen, der Verpackungsaufwand ist meist gering und die Transportwege sind kurz. Mit dem direkten Einkauf oder dem regionalen Einkauf wird nicht nur eine umweltschonendere und gesunde Einkaufsweise gefördert, sondern auch ein spürbarer Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft und der Arbeits- und Ausbildungsplätze geleistet. Man tut dann also nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern man unterstützt die ganze Region und noch viel mehr auf vielfältige Weise. Zwar ist es zur Zeit durchaus üblich, z.B. Lebensmittel oder auch andere Produkte (Stichwort China) aus der ganzen Welt vorzufinden. Die Auswahl, die dadurch entsteht, ist verlockend und der Preis meist auch. Doch ist das immer genauso sinnvoll wie regional hergestellte Produkte zu kaufen? Die Transporte aus diesen Regionen sind oft schnell und kostengünstig, wenn man die Masse betrachtet. Aber manchmal kennt man den Herstellort und/oder die Herstellart dort beim Kauf gar nicht. Und auch die lokalen Produzenten und Verkäufer freuen sich, wenn man bei ihnen einkauft. Die Agenda 21 in Olching, Arbeitskreis Wirtschaft und Arbeit, hat z.B. einen Flyer erstellt, der verschiedene Hofläden in Olching benennt und deren Öffnungszeiten, sowie einen Teil der Produkte bekannt gibt. Damit wird der örtliche Einkauf unterstützt. Die Auswahl reicht über Eier, Brennholz, Schnäpse, Imker-, Landwirt- oder Gärtnerware sowie weiteres. Teilweise ist Bioware dabei. Und es ist im letzten Jahr von diesem Flyer schon eine Erneuerung erschienen, weil es so viele Veränderungen auch auf diesem Gebiet gab, die die Olchinger Agenda 21 registriert und umgesetzt hat. Natürlich ist bei den örtlichen Hofläden das Angebot saisonal verschieden und manchmal gibt es nichts. In der Süddeutschen Zeitung wurde am 15. April auf Seite R 2 unter „Thema des Tages“ mal wieder über Hofläden der Region berichtet. Nicht viele Landwirte haben so viel Auswahl, dass sich überhaupt ein Hofladen lohnt. Mittlerweile ist Monokultur oder nur geringe Auswahl viel mehr verbreitet. In Bayern gibt es nach diesem Artikel von ca. 100 000 Landwirten gerade mal ca. 5000, die über einen eigenen Hofladen oder einen Verkaufswagen verfügen, und die damit zumindest einen Teil der Produkte selbst vermarkten. Das vergleichsweise so wenig Landwirte von der Selbstvermarktung Gebrauch machen, liegt aber nicht nur an der Auswahl, sondern auch an der Bürokratie, dem enormen personellen Aufwand, der damit verbunden ist, oder dass ihnen diese Arbeit von spezialisierten Betrieben abgenommen wird (auch in unserer Region). Die Agenda 21-Gruppe in Olching hat Platz für viele Leute jeder Altersstufe, die sich engagieren wollen. Sie arbeitet überparteilich und ist eigentlich eine freiwillige und ehrenamtliche Organisation der Gemeinde (in Zukunft Stadt). Sie hat u.a. engen Kontakt zum Bürgermeister, der Verwaltung, den Gemeinderäten und Parteien. Fast jede in Olching vertretene Partei ist durch das eine oder andere Mitglied auch in der Olchinger Agenda 21 vertreten. Nachdem aber überparteilich gedacht und gearbeitet werden kann, können dort auch andere Projekte oder anders vorangetrieben werden. Es gibt verschiedene Arbeitskreise mit Schwerpunktthemen, aber es spricht nichts dagegen, dass diese Schwerpunkte bei Bedarf verändert oder neue Arbeitskreise gegründet werden. Wenn Sie Ideen haben, wie man manches lösen kann oder Fehler der Vergangenheit in der Zukunft nicht wieder gemacht werden, dann kommen doch auch Sie in die Olchinger Agenda 21. Arbeitskreis Wirtschaft und Arbeit der Olchinger Agenda 21

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