Von Siedlungsentwicklung und Wirtschaft bis zur Förderung der regionalen Identität

Auch der Landkreis FFB hat jetzt ein Regionalmanagement eingerichtet

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: Übergabe des Förderbescheides (v. li.): Vizepräsidentin der Regierung von Oberbayern Maria Els, Regionalmanagerin Rike Strohmeyer und Landrat Thomas Karmasin

Fürstenfeldbruck – Zum ersten April nimmt Rike Strohmeyer als Regionalmanagerin im Landratsamt Fürstenfeldbruck ihre Tätigkeit auf. Mit dem vom Kreistag im vergangenen Jahr verabschiedeten Leitbild wurde gleichzeitig die Einrichtung eines Regionalmanagements im Landratsamt zur Umsetzung der Maßnahmen aus der Leitbilddiskussion beschlossen. 

Die Übergabe des Förderbescheides am 12. März durch die Vizepräsidentin der Regierung von Oberbayern, Maria Els, nahm Landrat Thomas Karmasin zugleich zum Anlass, die neue Regionalmanagerin und ihre Assistentin Iris Zeitler im Rahmen eines Pressegesprächs vorzustellen.

 Die Bezuschussung der Personal- und Sachkosten in Höhe von 172.600 Euro für einen Zeitraum von drei Jahren bezeichnete Karmasin als Startschuss für das Projekt aus dem Landesentwicklungsprogramm. Den gleichen Betrag packt der Landkreis drauf, und eine Verlängerungsoption auf weitere fünf Jahre, wenn auch mit geringerer Förderung, stellte Els in Aussicht. Danach allerdings gebe es keine finanzielle Unterstützung mehr, so die Vizepräsidentin. Bis dahin sollte sich das Regionalmanagement etabliert haben. Sie freue sich, dass sich der Landkreis entschlossen habe, an dem Projekt zu beteiligen. 

Fürstenfeldbruck sei damit der siebte Landkreis in Oberbayern und der 33. im Freistaat, der sich dem Projekt angeschlossen habe. Während Rike Strohmeyer, die in Erlangen im vergangenen Jahr ihr Studium in Kulturgeografie erfolgreich beendete und seit zwei Jahren in München wohnt, im Brucker Landratsamt ihre erste berufliche Herausforderung sucht, arbeitet ihre in der Kreisstadt aufgewachsene Assistentin Iris Zeitler seit vier Jahren im Landratsamt im Bereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung. 

Zur Zielsetzung des Regionalmanagement sagte Karmasin: „Das Regionalmanagement wird die in unserem Leitbild niedergelegten Grundsätze für die zukünftige Ausrichtung unseres Landkreises aufnehmen und in konkrete Maßnahmen umsetzen.“ Die Schwerpunkte des Leitbildes, definiert im Handlungskonzept, liegen im Bereich Siedlungsentwicklung und Wirtschaft sowie Förderung der regionalen Identität, Kultur- und Freizeitangebote. Aufgabe des Regionalmanagement wird es sein, die Projektpartner und Akteure im Landkreis zu vernetzen, zu aktivieren und zu koordinieren. Bedauert wurde von Landrat Karmasin, dass sich bei der Leitbilddiskussion, an der die Bürgermeister und Kommunalpolitiker, lokale Vereine und Institutionen von 2011 bis 2012 mitwirkten, Bürgerinnen und Bürger nicht in dem erhofften Umfang, „wie wir uns das gewünscht hätten“, beteiligten. Er hoffe nunmehr ein neues Publikum zu erreichen. Ziel des Leitbildes ist die Verbesserung der Lebensqualität aller – auch der zukünftigen Generationen, so Karmasin. Dies verlange eine vermehrte interkommunale Zusammenarbeit im Landkreis.

 Dieter Metzler

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