Kirchturm ist sein Gerüst los

Restaurierung von St. Bernhard abgeschlossen

Endlich wieder frei und ohne Hülle: Der Kirchturm der Kirche St. Bernhard erstrahlt in neuem Glanz.
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Endlich wieder frei und ohne Hülle: Der Kirchturm der Kirche St. Bernhard erstrahlt in neuem Glanz.

Fürstenfeldbruck – „Ich habe den Kirchturm der St. Bernhard-Kirche noch nie ohne Gerüst gesehen“, bedauerte Pfarrer Otto Gäng, der katholische Pfarrverbandsleiter von Fürstenfeldbruck, bei einer Sonntagspredigt im Herbst 2021. Endlich, zu Weihnachten, ist der Kirchturm wieder ohne Gerüst zu sehen, 43 Meter hoch, schlank und schlicht. Mehr als drei Jahre war er eingerüstet, zunächst, um Passanten vor herabstürzenden Betonbrocken zu schützen, dann um seine Bausubstanz zu sichten und schließlich um ihn aufwändig zu sanieren.

Der Grund für diese Maßnahmen liegt 57 Jahre zurück: Es sind Baumängel, wie der vom Erzbischöflichen Ordinariat bestimmte Leiter der Sanierungsmaßnahmen, Architekt Ricco Johanson, erklärt, welche dringend behoben werden mussten, um nicht das Bauwerk in seiner Gesamtheit zu gefährden. Die Armierung des Stahlbetonturmes war zu knapp unter der Betonoberfläche, wodurch Feuchtigkeit eindrang und den Stahl zum Rosten brachte, was die Betonoberfläche teilweise abplatzen ließ. Statikpläne waren nicht erhalten, was die Maßnahmen erschwerte und verzögerte.

Schließlich wurde die Stahlarmierung entrostet und der gesamte Turm mit einer neuen, stärkeren Betonschicht gewissermaßen überzogen. Die flachpyramidenförmige Turmspitze erhielt ein neues Blechdach und das Turmkreuz wurde restauriert. Auch die Zifferblätter der Turmuhr wurden restauriert und nun an der Westseite des Turms, die bisher keine Uhr hatte, da zur Erbauungszeit westlich der Kirche kaum Wohnhäuser standen, angebracht. Die Öffnungen der Glockenstube erhielten eine Verglasung, wodurch das Glockenläuten in seiner Lautstärke etwas verringert wurde.

Zu Weihnachten durften die Kirchenglocken von St. Bernhard jedoch noch nicht läuten, da im Frühjahr 2022 erst noch weitere Baumaßnahmen am Turm erfolgen müssen. Durch den stärkeren Betonauftrag ist der Turm nämlich schwerer geworden, weshalb seine Fundamente noch verstärkt werden müssen, ehe er durch das Glockenläuten in Schwingung versetzt werden darf.

red

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