Der Rohbau für das Kinderhaus steht

Richtfest für Kinderhaus im Wohnpark Roggenstein in Puchheim

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Mit ihren kleinen Schaufeln hätten die Kinder im vergangenen Jahr beim Spatenstich für das zukünftige Kinderhaus im Wohnpark Roggenstein II in Puchheim wohl am liebsten selbst mit angepackt, um das Bauprojekt zu verwirklichen. Nötig war das freilich nicht und so konnte etwa ein Jahr später, am 16. Mai, der Rohbau des Kinderhauses fertiggestellt werden, was sich auch die Kinder nicht entgehen ließen.

Puchheim  - Von Anfang an haben die Kindergartenkinder des angrenzenden Kinderhauses Farbenspiel den Bau des Gebäudes verfolgt – fanden Kranarbeiten und Schubkarrenfahrten quasi direkt vor ihren Augen statt. Während nun einige wenige der Kleinen dem Spektakel auch von Nahem beiwohnen durften, blickte der Rest gespannt durch die Gitter der Baustellenabsperrung und verfolgte, wie Zimmerer Josef Dittmann vom zweiten Stockwerk aus den Richtspruch verlas. Bei Fertigstellung sollen in dem vierstöckigen Baukomplex mit einer Nutzfläche von knapp 1.200 Quadratmetern vier Kindergartengruppen mit je 25 Plätzen und eine Vorschulgruppe für zwölf Kinder eine Heimat finden. Neben einem Mehrzweckraum und einem Förder- und Therapieraum sind zudem acht Wohnungen auf einer Fläche mit eigenem Zugang geplant. Hier sollen Bedienstete der Stadt oder auch bevorzugt Betreuerinnen des Kinderhauses einziehen.

Deponierückstände im Boden und hohe Preise für Baumaterial

Auch wenn bisher der Bau gut voran schreite – man rechnet mit einer geplanten Fertigstellung noch in diesem Jahr – gab es direkt zu Anfang Probleme mit dem Boden. „Wir fanden Deponierückstände im Baugrund“, erklärte Architekt Franz Promper, von der Abteilung Hochbau bei der Stadt Puchheim. Dessen Entsorgung verursachte hohe Kosten. „Die reinen Entsorgungskosten lagen bei 50.000 Euro plus zusätzlich einer Bauzeitverzögerung“, sagt Promper. Und auch von den anfänglichen 7,2 Millionen Euro musste man sich verabschieden. „Bisher liegen die Kosten bei 8,6 Millionen Euro“, sagt Promper. Grund hierfür seien unter anderem die immer noch anhaltend hohen Preise für Baumaterial. Bürgermeister Norbert Seidl bedankte sich für die Geduld und das Verständnis der Nachbarn und sagte: „Für die Nachbarn ist erst mal der größte Lärm vorbei.“ Mit dem ironischen Hinweis, dass wohl bald die Kleineren Lärm machen werden. Und auch wenn die Räume noch nicht bezugsfertig seien, sei in Puchheim wieder ein Stück Geborgenheit fertig geworden. 

Hamann

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