Projekt der Dr. Rieder Stiftung

Arme Kinder bekommen von Stiftung Zuschuss für Ferienprogramm

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Sie ermöglichen auch sozial schwache Kindern und Jugendlichen aus dem Landkreis eine Teilnahme an den Ferienprogrammen (von links): Philippe Raths und Dr. Bernd Rieder von der Jugendsozialstiftung der Familie Dr. Rieder.

Finanziell nicht gut betuchte Kinder und Jugendliche müssen künftig nicht mehr auf die Teilnahme an den Ferienprogrammen im Landkreis verzichten.

Gröbenzell – Die Jugendsozialstiftung der Familie Dr. Rieder fördert ab sofort die Teilnahme sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher an den Programmen. Das Motto: Am Geld soll es nicht scheitern.

„Wir fördern gerne Pilotprojekte“, sagt Bernd Rieder von der Stifterfamilie. Und in der Tat sei ihm nicht bekannt, dass es eine derartige finanzielle Unterstützung der Ferienprogramm-Teilnahme schon irgendwo gebe. Zum zehnjährigen Bestehen der Stiftung habe man sich im Kuratorium das Projekt ausgedacht. Betreut wird es vom stellvertretenden Vorsitzenden und Kuratoriumsmitglied der Stiftung, Philippe Raths.

Träume von schönen Ausflügen und Urlaubstagen bleiben für sozial schwächere oft genau das: Träume. „Aus Gesprächen mit kommunalen Jugendreferaten oder Jugendzentren wissen wir, dass sich auch in unserem Landkreis viele Familien die Teilnahme an derartigen Ferienprogrammen nicht leisten können“, sagt Raths.

"Ferienprogramm dient der sozialen Integration"

Rieder ergänzt: „Die gemeinsamen Erlebnisse unter jungen Menschen stärken aber eine jugendliche Persönlichkeit und dienen der sozialen Integration.“ Deshalb solle jeder daran teilnehmen können. Deshalb auch das von Rieder noch einmal zitierte Projekt-Motto: „Am Geld soll es nicht scheitern.“ Darum gewährt die Stiftung nun Zuschüsse sowohl für ein-, als auch für mehrtägige Aktivitäten im Rahmen der kommunalen Ferienprogramme im Landkreis.

Kinder und Jugendliche bis zu 27 Jahren

Gefördert werden Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von maximal 27 Jahren, die ihren aktuellen Wohnsitz im Landkreis haben – „auch Migrantenkinder oder Kinder von Asylbewerbern“, wie Rieder betont. Fördervoraussetzung ist, dass ein aktueller Bescheid des Jobcenters „Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts“ oder ein vergleichbarer Bescheid vorgelegt wird, der in der Regel auf die Eltern ausgestellt ist.

40 Euro trägt die Stiftung

Bei einer Teilnahmegebühr von bis zu 40 Euro trägt die Stiftung die Kosten komplett. Bei teureren Maßnahmen müssen die Eltern eine geringe Eigenbeteiligung von 20 Prozent der Kosten, die über 40 Euro hinausgehen, übernehmen. „Bei einer Teilnahmegebühr von 100 Euro sind dies also 20 Prozent von 60 Euro, das heißt zwölf Euro“, rechnet Rieder vor.

Kommune rechnet ab

Den Bürokratieaufwand wollen Rieder und Raths so klein wie möglich halten. Sozial bedürftige, die an einem Ferienprogramm teilnehmen wollen, melden sich einfach bei der veranstaltenden Kommune und legen dort ihren Bescheid vor. Die Kommune sammelt alle Anträge und rechnet anschließend direkt mit der Stiftung ab.

Unterstützung der Bürgermeister

Die Resonanz bei den Bürgermeistern im Landkreis auf das Projekt sei groß, sagt Raths. Vor allem in den großen Städten und Gemeinden wie Fürstenfeldbruck, Germering, Puchheim, Olching oder Gröbenzell hätten die Rathauschefs sehr schnell reagiert. Darum kann die Förderung schon zu den Osterferien angeboten werden. Rieder geht aber davon aus, dass die meisten Anträge bei den Pfingst- und Sommerferienprogrammen eingehen werden.

Andreas Daschner

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