Projekt Rotary Club FFB

Christbaum-Verkauf der Rotarier: Baum fällen als gutes Werk

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Miguel Iglesias hat mit dem Sohn einer befreundeten Familie einen Baum beim Christbaumverkauf des Rotary Clubs Fürstenfeldbruck in Grafrath gefällt.
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Mehr als 200 Christbäume verpacken die Rotarier bei ihrem Verkauf in die Netze. Der Erlös kommt sozialen Projekten zugute.
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Christbäume, Lagerfeuer und Skulpturen: Das traditionelle Verkaufs-Projekt des Rotary Clubs fand vergangenes Adventswochenende statt.

Grafrath – Die Säge in der Hand und einen Christbaum unter dem Arm stapft Miguel Iglesias durch ein Waldstück in Grafrath. Der Münchner hat gerade seinen Christbaum selbst gefällt. Und dabei tut er auch noch ein gutes Werk.

Selbst wählen und umsägen

Seit mehr als zehn Jahren veranstaltet der Rotary Club Fürstenfeldbruck seinen Christbaumverkauf in der Nähe des Grafrather Bahnhofs. Die Käufer wie Iglesias können sich ihren Baum selbst auswählen und umsägen. Abgerechnet wird nach der Größe des Baums. Der Erlös kommt sozialen Projekten der Rotarier zugute. Heuer der Unterstützung von Mittelschülern beim Berufseinstieg und dem Bau einer Berufsschule in einem jordanischen Flüchtlingslager.

Vorweihnachtliches Treffen

Iglesias ist Stammkunde. Er kommt jedes Jahr aus Feldmoching nach Grafrath. „Wir haben hier Freunde, bei denen es schon Tradition ist, dass sie sich ihren Christbaum hier holen“, erzählt er. „Irgendwann haben wir dann auch damit angefangen.“ Ob es das Fällen des Baumes oder das gute Werk ist, das ihn anlockt? „Es ist eine Kombination aus allem“, sagt der Münchner. Außerdem sei es schön, sich jedes Jahr die befreundete Grafrather Familie zu sehen. „Das ist immer ein tolles vorweihnachtliches Treffen.“ Und schöne Bäume gebe es auch. Diese wachsen auf einer Plantage in den Bayerischen Staatsforsten. Der Pächter der Fläche stellt dem Rotary Club jedes Jahr die Bäume zur Verfügung. „Begonnen hat das alles auf Initiative des früheren Leiters des Forstamtes, Gottfried Haug“, erzählt Thomas Benkert, Sprecher der Rotarier. Der Club ist jedes Jahr an einem Adventswochenende mit 20 bis 25 Personen vor Ort, um die Bäume für den guten Zweck zu verkaufen.

Likör, Bratwürstl und Infostände

Neben den Einnahmen für den Baum werden auch freiwillige Spenden angenommen, diverse Dinge wie zum Beispiel selbst gemachter Likör wird verkauft und die Käufer mit Bratwürstl und Getränken versorgt. Mehr als 200 Bäume finden jedes Jahr einen neuen Besitzer. Dazu beteiligt sich auch die Staatsforsten an der Aktion. An deren Stand erfuhren vor allem die jungen Besucher viel über den Wald und die dort lebenden Tiere.

Holzskulpturen live gesägt

Ein Blickfang waren auch die Holzskulpturen, die die Mitarbeiter der Staatsforsten mit einer Kettensäge aus Holzstämmen schnitten. Stühle, Blumen und sogar ein Eichhörnchen gab es nicht nur zum Bestaunen, sondern gegen eine Spende auch zum Mitnehmen. „Den Erlös lassen uns die Staatsforsten auch zukommen“, sagt Benken. So kommen jedes Jahr 3.000 bis 4.000 Euro Reinerlös zusammen, die den Rotary-Projekten zugute kommen.

Und die Käufer der Bäume dürfen sich nicht nur über einen schönen Christbaum freuen, sondern haben sich beim Umsägen auch noch körperlich betätigt und dabei etwas Gutes für die Rotarier-Projekte getan. Iglesias jedenfalls freut sich über seinen Baum, den er dann pünktlich zum Weihnachtsfest schön bunt schmücken wird.

Andreas Daschner

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