Zehnte Etappe ist geschafft

Schüler der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell überqueren die Alpen

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Froh und stolz ist die 7. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell im italienischen Alleghe angekommen zu sein. Zur zehnten Alpenüberquerungs-Etappe gab es ein „KlasseBergsteiger“-T-Shirt.

Die 7. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell überquerte in zwölf Etappen die Alpen. Am Ende ihrer zehnten Etappe sind die Schü- ler im italienischen Alleghe angekommen. Damit sind sie quasi „über den Berg“: 385 Kilometer und die meisten Hö- henmeter haben sie zurückgelegt. 214 Kilometer liegen noch vor ihnen bis zu ihrem Ziel Venedig.

Gröbenzell - Bei ihrem Projekt, aus eigener Kraft die Alpen zu überqueren, ist die 7. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell in Alleghe in der italienischen Provinz Belluno angekommen. 385 Kilometer zu Fuß oder zuweilen auch mit dem Fahrrad haben die Schüler zurückgelegt, seit sie vor vier Jahren als Drittklässler von ihrem Schulhaus in Gröbenzell losmarschiert sind. In jedem Schuljahr haben sie dabei zwei Etappen absolviert. Das Ziel Venedig erreichen die Schüler voraussichtlich am Ende der 8. Klasse. 

Den Schweinhund überwinden und Teamarbeit 

„Wir sind sehr froh und stolz, dass wir es so weit geschafft haben“, sagt Klassenlehrerin Daniela Haller-Murr, die das Projekt 2015 initiiert hat. Bei 596 Kilometern und 12.000 Höhenmetern gibt es zahlreiche Momente, die an die Substanz gehen und Kinder wie Begleiteltern lehren, den inneren Schweinehund zu überwinden und die motivierende Wirkung von Teamarbeit zu schätzen. „Die Kinder erfahren, dass man alles schaffen kann, wenn man will und Menschen hat, die einen unterstützen“, fasst Haller-Murr das pädagogische Motiv des Projekts zusammen. Zudem stärkt es die soziale Kompetenz der Kinder, die lernen, aufeinander acht zu geben, umsichtig zu sein und den Schwächeren zu helfen. Auch die Natur spielt eine große Rolle: „Man kann nur schützen, was man liebt. Und um etwas zu lieben, muss man es kennen“, sagt Haller-Murr. Ihr geht es darum, die Kinder hinaus in die Natur zu führen. „Nicht in den lieblichen Garten, sondern in die Urgewalt der Berge“, sagt Haller-Murr. „Hier kann man die Stellung des Menschen im Ökosystem ganz gut verorten.“ 

Zum Jubiläum gab es "KlasseBergsteiger"-T-Shirts

Mit der zehnten Etappe von Bozen nach Alleghe haben die Schüler den schwierigsten Teil ihrer Wanderung geschafft. Die verbleibenden 214 Kilometer führen sie aus dem Bergland heraus und durch die Po-Ebene nach Venedig. Hier werden sie am Ende der 8. Klasse ankommen, bevor Daniela Haller-Murr sie, wie an der Waldorfschule üblich, als Klassenlehrerin ab- und in die Oberstufe übergibt. Zur Belohnung und zum Jubiläum der zehnten Etappe bekamen Schüler in Alleghe ein „KlasseBergsteiger“-T-Shirt, das eine Brucker Bäckerei gesponsert hat. „Das Projekt bedeutet neben der körperlichen auch eine finanzielle Anstrengung“, berichtet Oliver Bolus, der sich im Elternteam um die Finanzen kümmert. „Wir freuen uns über jede Unterstützung in Form von Geld- oder Sachspenden.“ 

Ansteck-Buttons für jeden Kilometer

So hat sich das Organisationsteam eine etwas einfallen lassen: Für jeden Kilometer der Alpenüberquerung hat die Klasse Ansteck-Buttons produziert. Je nach Schwierigkeitsgrad kosten diese unterschiedlich viel: fünf Euro für einen flachen Kilometer, zehn Euro für bergig, 20 Euro für steil und 50 Euro für einen „endsteilen“ Kilometer. Wer einen Button kaufen und damit die Klasse bei ihrer Alpenüberquerung unterstützen möchte, wendet sich an info@klasse-bergsteiger.de. Eine Spendenquittung stellt die Schule aus. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www. klasse-bergsteiger.de.

red

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