Verein muss Feier zum 60-jährigen Jubiläum coronabedingt auf Juni 2023 verschieben

Rückblick auf 60 Jahre Fanfarenzug Graf Toerring Gernlinden

Mitglieder des Fanfarenzugs Graf Toerring Gernlinden in historischer Tracht.
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Mitglieder des Fanfarenzugs in historischer Tracht.

Maisach – Der Fanfarenzug Graf Toerring Gernlinden blickt heuer auf 60 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Der Verein wurde 1961 mit der Idee, die Faschingsgarde musikalisch zu begleiten, als Unterabteilung des Burschenvereins Gernlinden gegründet. Der erste Auftritt folgte dann am 1. Mai 1962 durch Spielen des Weckrufs zum Maibaumaufstellen.

Bereits 1964 folgte die erste Teilnahme am Trachten- und Schützenzug zum Münchner Oktoberfest. Nachdem bis 1967 eine einheitliche bayerische Tracht beschafft werden konnte, auch die Teilnahme am Einzug der Wiesn Wirte. Der Fanfarenzug nimmt seitdem bei beiden Zügen jährlich teil.

Ein weiterer Meilenstein im 60-jährigen Bestehen des Vereins ist die Beschaffung der historischen Tracht. Die Idee dahinter war die Teilnahme an Mittelalterveranstaltungen wie dem Peter und Paul Fest in Bretten oder dem Kaltenberger Ritterturnier. Hierzu wurde an Hans Caspar Graf zu Toerring-Jettenbach die Bitte herangetragen, das Familienwappen in Anlehnung an die Ortsentwicklung Gernlindens führen zu dürfen. Dieser Bitte wurde entsprochen, und so konnte der Verein die neue Tracht erstmals am 18. Mai 1985 beim Fischergasslerfest in Neuburg an der Donau präsentieren. Seitdem ist sie neben der bayrischen Tracht fest mit dem Vereinsbild verbunden.

1985 folgte auch die Trennung des Fanfarenzugs vom Burschenverein und mit eigenständiger Eintragung im Vereinsregister führt der Verein seitdem den Namen Fanfarenzug Graf Toerring Gernlinden.

1991 wurde dann schon das 30-jährige Bestehen des Vereins mit einem Fest am Sportplatz in Gernlinden und der Band „Truck-Stop“ gefeiert.

Brunnen mit Gedenktafel

Lange Zeit trug sich der Verein bereits mit dem Gedanken, in der Ortsmitte am Bürgerzentrum einen Brunnen mit Gedenktafel an Hans Veit III Graf zu Toerring-Jettenbach als maßgeblichen „Ortsgründer“ zu errichten. 2006 konnte dieses Projekt abgeschlossen werden. Zur Einweihung des Brunnens wurde das erste Brunnenfest samt Mittelaltermarkt in Gernlinden veranstaltet.

Seit den 60er Jahren hat sich der Fanfarenzug in vielerlei Hinsicht weiterentwickelt. Die Trachten wurden im Laufe der Jahre ergänzt, Schwenk- und Wurffahnen aufgenommen und auch personell hat sich vieles getan. So waren im Fanfarenzug zur Anfangszeit, als Unterabteilung des Burschenvereins, naturgemäß keine Frauen vertreten. Heute sind die Mädchen und Damen aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken. Auch altersmäßig kann der Zug eine hohe Bandbreite aufweisen. Die jüngsten aktiven Mitglieder sind zehn Jahre, das älteste aktive Mitglied 72 Jahre alt.

Spaß an der Musik und Gemeinschaftssinn

Neben dem Spaß an der Musik steht der Gemeinschaftssinn stark im Vordergrund. So beteiligte sich der Verein nicht nur am Ortsleben, etwa durch Unterstützung bei der Altpapiersammlung, dem Maibaumaufstellen oder dem Kinderspielplatz- und Dorffest, sondern organisiert selbst Vereinsausflüge, bei denen die Mitgliedern etwa zum Schlauchbootfahren oder Rodeln gehen.

Damit das Musikalische nicht zu kurz kommt, probt der Fanfarenzug jeweils montags und mittwochs ab 19 Uhr in den Probenräumen im Keller des Bürgerzentrums Gernlinden.

Leider leidet auch der Fanfarenzug in dieser Zeit unter dem Einfluss von Corona. Im letzten Jahr sind fast alle Auftritte ausgefallen. Auch heuer wurden bereits viele Veranstaltungen abgesagt oder werden aller Voraussicht nach abgesagt. Dies betrifft auch das Jubiläumsfest. Im Juni wollte der Verein das 60-jährige Bestehen in Form eines Brunnenfestes feiern. Da dies unter den vorherrschenden Bedingungen nicht zu realisieren ist, wurde der Termin auf den 16. bis 18. Juni 2023 verschoben.

red

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