Energetische und barrierefreier Ausbau: Straffer Zeitplan für Rathaus

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Sanierung und barrierefreier Umbau von Bauamtstrakt (links im Bild) Längsbau sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Bauamtstrakt und Längsbau des Brucker Rathauses werden im kommenden Jahr für 2,3 Millionen Euro saniert.

Fürstenfeldbruck – Aufgrund der knappen Bauzeit – um Fördermittel zu erhalten, muss die Abnahme der Baumaßnahmen bis spätestens 31. Dezember 2020 erfolgen – entschied der Stadtrat zudem, das Bauvorhaben per Projektbeschluss zu realisieren. 

Beleuchtung lieber sukzessiv austauschen

Für die energetische Sanierung der beiden Baukörper werden laut beauftragtem Planungsbüro 637.000 Euro veranschlagt. Vorgesehen sind sowohl Austausch sämtlicher Fenster und Dachfenster als auch die Dämmung von Dach und Außenfassade. Ferner soll eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Längsbaus installiert werden. Von einem kompletten Austausch der Beleuchtung auf energiesparende LED-Technik riet Rainer Stiller, der die Pläne dem Stadtrat vorstellte, ab. Die Kosten stünden in keinem Verhältnis zum Ertrag. Man solle die Lampen besser sukzessive erneuern.

Durch die Maßnahmen soll sich der bisherige Energieverbrauch nahezu halbieren, womit die Stadt jährlich rund 26.000 Euro Strom- und Heizkosten einsparen würde.

Behindertengerechter Umbau

Wesentlich teurer wird der behindertengerechte Umbau. Das Treppenhaus des Bauamtstraktes, in dem auf der ersten Etage auch der Große Sitzungssaal ist, muss abgerissen und erneuert werden, um einen Aufzug einbauen zu können. Zudem werden im Übergangsbereich von Alt- und Neubau Treppenlifte und Rampen installiert. Auch tastbare Wegweiser für Blinde sind vorgesehen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf knapp eine Million Euro, so dass inklusive Baunebenkosten, die laut Kalkulation bei 684.000 Euro liegen, mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 2,3 Millionen Euro gerechnet wird.

Behinderten- und Seniorenbeirat wird einbezogen

Umweltreferentin Alexa Zierl (ÖDP) zeigte sich mit den vorgelegten Plänen zufrieden, eine zweite Photovoltaik-Anlage auf dem anderen Dach könne man immer noch nachrüsten. Auf Nachfrage von Mirko Pötzsch (SPD), räumte Christian Lichtenberg vom städtischen Bauamt ein, den Behinderten- und Seniorenbeirat in die Planungen bisher noch nicht einbezogen zu haben. Dies solle allerdings noch geschehen. Hans Schilling (CSU) gab zu bedenken, dass der Sitzungssaal nach dem Rathausneubau in Büros umgebaut wird und sich hierdurch die Fenstergrößen ändern. „Die Fenster nachträglich zu verkleinern, heißt auch die neu gedämmte Fassade zu ändern.“ Man werde das berücksichtigen, versicherte Lichtenberg, „wir befinden uns erst in der Konzeptplanung.“

Umbau per Projektbeschluss

Die Zeit drängt. Um die beantragten Fördermittel über 450.000 Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm zu erhalten, müssen Sanierung und barrierefreier Umbau bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Deshalb beschloss der Stadtrat bei vier Gegenstimmen, das Vorhaben per Projektbeschluss zu realisieren. Damit wird OB Erich Raff (CSU) ermächtigt, Aufträge zu vergeben, ohne vorher das Votum des Stadtrates einholen zu müssen. Der Zeitplan ist eng getaktet: Bereits im Januar sollen erste Bauleistungen vergeben werden. Mit Treppenhaus und Aufzug will man im April beginnen und die energetische Sanierung soll ab Juni erfolgen. Die Fertigstellung ist bis Ende November geplant.

Peter Fischer

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