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Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus

Gedenken und Mahnung zugleich

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Rund 100 Menschen nahmen am 27. Januar, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, an der Gedenkveranstaltung am Todesmarsch-Mahnmal im Brucker Zentrum teil. Zum Abschluss legten die Teilnehmer nach einer Schweigeminute dem jüdischen Brauch entsprechend Steine am Mahnmal nieder.

Fürstenfeldbruck - Alljährlich wird anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 weltweit der Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft gedacht. In Bruck findet die Gedenkfeier seit vielen Jahren am Mahnmal an der Ecke Augsburger-/ Dachauer Straße statt, das seit 1994 an den Todesmarsch von KZ-Häftlingen aus den Lagern Landsberg/ Kaufering erinnert, die kurz vor Kriegsende vor den einrü- ckenden Amerikanern durch den Landkreis nach Dachau getrieben wurden. Julia Zieglmeier nahm in ihrer Rede Bezug auf die Pogromnacht 1938, den Aufstand im Warschauer Ghetto und den Todesmarsch der KZ-Häftlinge wenige Tage vor Kriegsende durch den Brucker Landkreis. 

Verantwortung übernehmen

„Zwölf Jahre Naziherrschaft sind eben kein Fliegenschiss in der deutschen Geschichte, wie mancher uns weismachen will“, wandte sich die Sprecherin des Arbeitskreises Mahnmal Fürstenfeldbruck gegen verharmlosende Aussagen führender Politiker des rechten Spektrums. „Wir sind zwar nicht verantwortlich für das, was geschah, aber wir sind verantwortlich dafür, dass es nicht wieder passiert“, mahnte einer der Firmlinge des Pfarrverbandes Fürstenfeldbruck, die anschließend Passagen aus dem Buch „Die Wiedergutmachung“ von Peter Gardosch vorlasen. 

Flucht und Überleben

Gardosch, der seinen autobiographischen Roman unter dem Pseudonym Peter Herzog veröffentlichte, schildert darin, wie er als 13-jähriger Jude über Auschwitz ins KZ-Außenlager Kaufering kam, von seinem Überleben und der Flucht während des Marsches in Puch.

Peter Fischer

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