Rund 2 800 Zuschauer beim Freundschaftsspiel SC Olching gegen Zweitligisten 1860 München

Selbst langjährigen Fans des SC Olching konnten sich an eine solche Kulisse nicht erinnern. Rund 2800 Zuschauer verfolgten das Freundschaftsspiel des Bezirksligisten SC Olching gegen den Zweitligisten 1860 München. Die Profis gewannen zwar am Ende ganz locker und zweistellig mit 11:1. Doch für den SCO war der Tag nicht nur wegen des Auftritts des prominenten Gastes ein Festtag. Der Klub konnte die Einnahmen dieser Partie allein für sich verbuchen, denn das „Honorar“ für den TSV 1860 hatte Peter Helfers Firma DHP-Bau übernommen, die Premiumsponsor bei den Löwen ist.

Helfer selbst, der zudem noch Vorsitzender des Fanclubs Daxer Löwen ist, war mit dem Tag zufrieden. „Es hat alles gut geklappt und es gab keine Zwischenfälle.“ SCO-Fußballchef Alexander Pauker stimmte dem zu. Dass die Niederlage zweistellig ausgefallen sei, sei nicht so wichtig. Es sei ein Festtag für den Verein gewesen. Zwei andere Olchinger konnten dies ebenfalls für sich behaupten. Neuzugang Robert Weidel konnte dem prominenten Gast sogar einen Treffer ins Netz setzen und zeigte sich im Anschluss an die Partie überrascht. „Die Abwehr des TSV 1860 hat mich ein wenig enttäuscht.“ Sie sei recht leicht zu überwinden gewesen. Auch Olchings Stadionsprecher Uwe Gasteiger, seit Jahren leidenschaftlicher Fan der Sechziger wird sich gern an diesen Tag erinnern. Für ihn ging ein Traum in Erfüllung: „Einmal die Aufstellung meiner Löwen bekanntgeben.“ Allerdings enttäuschte der Zweitligist auch den einen oder anderen Anhänger. Bis auf wenige Ausnahmen hatte Chefcoach Reiner Maurer jungen Spielern aus der zweiten Reihe oder der zweiten Mannschaft eine Chance gegeben. Wenigsten eine Halbzeit lang hätte man die „Erste“ spielen lassen können, meinten einige Besucher. Franz Taferner, Urgestein des Landkreis-Fußballs und in der Vorsaison noch Co-Trainer des SC Olching, fasste das so zusammen: „Ich dachte, 1860 braucht jeden Fan. Und dann kommen sie mit so einer Mannschaft.“ Immerhin konnten sich die Zuschauer dann noch mit Autogrammen eindecken. Daniel Bierofka stand da ebenso hoch im Kurs wie Keeper Gabor Kiraly oder Emanuel Biancucchi, der Cousin, des argentinischen Stars Messi.

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