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»Die Flutopfer nicht vergessen«

Rund zwei Monate nach Jahrhunderthochwasser fahren Landkreisbürger zum Helfen ins Ahrtal

Mitte Juli traf ein Jahrhunderthochwasser viele Teile Deutschlands stark. Besonders war Marienthal im Ahrtal betroffen.
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Mitte Juli traf ein Jahrhunderthochwasser viele Teile Deutschlands stark. Besonders war Marienthal im Ahrtal betroffen. Die Menschen haben dort alles verloren und konnten oftmals nur die Kleider retten, die sie am Leib trugen.
  • Claudia Becker
    VonClaudia Becker
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Alling/Eichenau – Rund 150 Liter Regen pro Quadratmeter fielen innerhalb von 24 Stunden. Tausende Menschen blieben obdachlos zurück, einige verletzten sich schwer, viele starben. Die Katastrophe, die sich vor gut zwei Monaten zutrug, wird als Jahrhunderthochwasser bezeichnet. Die Flutmassen haben Mitte Juli in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen alles mit sich gerissen, was sich ihnen in den Weg gestellt hatte. Egal ob Brücken, Häuser, Bäume oder Autos. Den Menschen vor Ort blieb nicht viel – außer einer Menge Müll, Schutt und dem Willen, alles wiederaufzubauen.

Dieses Ziel können viele Anwohner nur durch die Hilfe Ehrenamtlicher bewerkstelligen, die aus der gesamten Bundesrepublik angereist kommen – unter anderem auch aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. So wie Marcus Korb aus Alling und sein Kompagnon Andreas Dachs aus Eichenau. Die beiden Selbstständigen betreiben einen Hausmeisterservice und führen unter anderem auch Gartenbauarbeiten durch. Gemeinsam mit einigen Freunden sind die zwei bereits Mitte August ins Ahrtal gefahren, um zu helfen. Eine Selbstverständlichkeit für die Männer. „Das Gleiche würde ich mir auch wünschen, wenn so etwas bei uns passieren würde“, sagt Marcus Korb. Ende September fahren die beiden Landkreisbürger ein weiteres Mal in das vom Hochwasser zerstörte Gebiet. Es dürfe nicht in Vergessenheit geraten, dass dort immer noch Menschen ohne ein Zuhause wären und vor den Trümmern ihrer Existenz stehen würden.

Die groben Arbeiten seien zum größten Teil erledigt, jetzt sei der Wiederaufbau wichtig. Und dabei wollen Korb und Dachs sowie ihre Freunde helfen. Über mehrere Facebook-Gruppen halten sie stetigen Kontakt zu den Organisatoren vor Ort. „So weiß ich, welche Hilfe benötigt wird und kann Geräte oder einen Lastwagen organisieren“, erklärt Korb. Das koste jedoch viel Geld und auch die Zeit von Ehrenamtlichen. Die Soforthilfen seien da nur ein Tropfen auf dem heißen Stein gewesen. Die vielen Millionen werden in den Aufbau der Infrastruktur gesteckt und helfen kaum beim Wiederaufbau der Einzelschicksale weiter. Hier knüpfen Korb und Dachs an. Vor ihrer ersten Fahrt sammelten beide Spenden im Familien- und Freundeskreis. Rund 4.600 Euro waren so zusammengekommen.

Davon haben sie Maschinen ausgeliehen, Müll abtransportiert und den Schutt weggeräumt. „Man kann sich nicht vorstellen, wie es vor Ort aussieht, wie es überall nach Diesel riecht“, erzählt Korb. Aufgrund des fehlenden Stroms, mussten Notstromaggregate herhalten.

Spendenkonto eingerichtet

Nun hat der Biburger Korb ein Spendenkonto eingerichtet, hofft auf Firmen, die sich beteiligen wollen. „Viele der Menschen im Ahrtal waren nicht versichert, müssen wieder bei Null anfangen – da zählt jede Form der Unterstützung“, sagt er. Egal ob Baustoffe oder Geräte wie Waschmaschinen – alles werde benötigt. Natürlich würden auch Fachkräfte dringend gebraucht. Elektriker, Heizungsbauer oder Verputzer seien sehr gefragt. „Es gibt immer noch genug Arbeit“, so Korb.

„Der Rest der Spenden, die übrig bleiben, werden direkt vor Ort an Helferorganisationen übergeben, somit kommt das Geld zu 100 Prozent dort an, wo es hin soll“, erklärt der 40-Jährige. Ein Teil des Geldes soll in den Aufbau eines Spielplatzes fließen. Auch das rund 220 Seelen-Dorf Liers traf die Flut und überschwemmte Häuser, Straßen und Grünflächen. Ralf Minwegen ist Beigeordneter und ein Ur-Lierser. „Wir waren tagelang auf uns alleine gestellt. Die Brücke wurde durch das Wasser stark beschädigt, so dass wir von der Außenwelt abgeschnitten waren.“

Gemeinsam kämpfte das Dorf sich durch. Ein Herzensprojekt ist neben dem Wiederaufbau eines Gemeindehauses, das abgerissen werden musste, auch der Spielplatz. „Ein Treffpunkt für Jung und Alt“, sagt Minwegen. Dafür startet er nun das Projekt mit schweren Geräten wie Baggern und Radladern, die den Platz von dem gefährlichen Schlamm befreien. Alle Spielgeräte wurden mit der Flut weggespült und die Lierser wünschen sich nun, dass der Wiederaufbau einen Funken Hoffnung für die Kinder bringt, die so viel verloren haben.

Claudia Becker

Wie kann ich helfen?

Firmen, die helfen wollen, können sich direkt an Marcus Korb unter 0179 7325521 wenden.

Privatpersonen wenden sich an www.helfer-shuttle.de

Spenden können auf folgendes Konto getätigt werden:

IBAN:

DE 96701633700000914711

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