S-Bahn-Ausbau - Initiative für 4 Gleise zwischen Pasing und Eichenau - Unterstützung von Landtagsvizepräsident Bocklet in Koalitionsrunde

Die Planung für den viergleisigen Ausbau der Strecke Pasing - Eichenau soll mit dem Bau der 2. S-Bahn-Stammstrecke vorangetrieben werden. Diese Entscheidung gehört zu den Ergebnissen einer Koalitionsrunde, die sich am 20. März unter Vorsitz von Ministerpräsident Horst Seehofer in der Staatskanzlei getroffen und die für 23. März geplante Kabinettsentscheidung über die 2. S-Bahn-Stammstrecke beraten hat. An ihr nahm auch Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet teil. Bei diesem Treffen wurden neben der 2. S-Bahn-Stammstrecke außerdem eine Reihe netzergänzender Maßnahmen befürwortet, zu denen u.a. die Verkürzung der Zugfolge Westkreuz - Pasing und Maisach - Gernlinden sowie der niveaufreie Ausbau des Westkreuzes gehören.

Einigkeit bestand auch darin, dass die netzergänzenden Maßnahmen nur im Zusammenhang mit zusätzlicher Leistungsfähigkeit im Stammstreckenbereich durch die 2. S-Bahn-Stammstrecke verkehrlich und betrieblich Sinn machen. Zusätzlich verständigte sich die Koalitionsrunde u.a. auf den viergleisigen Ausbau der Strecke zwischen Pasing und Eichenau. Dieser Ausbau wird auf ca. 340 Mio. Euro ve ranschlagt. Wie aus den vorgelegten Unterlagen hervorgeht, ist mit einer Verwirklichung allerdings erst im nächsten Jahrzehnt zu rechnen, da für diese Strecke bislang nur Vorplanungen vorliegen. Wenn für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung zwei Jahre, das Planfeststellungsverfahren drei Jahre sowie für die Finanzierungsmöglichkeiten und die Bauzeit sieben Jahre ange- setzt werden, kann realistischerweise erst nach 2022 mit der Fertigstellung gerechnet we rden. Einig war sich die Koalitionsrunde auch darin, die Landeshauptstadt München zu einer Ve rlängerung der U5 von Laim nach Pasing zu ermutigen, um damit einen weiteren By-pass zur S-Bahn-Stammstrecke zur Verfügung zu stellen. Wie Bocklet mitteilt, sollen am Tag nach dem Kabinettsbeschluss der Münchner Stadtrat und die CSU-Landtagsfraktion ihre Entscheidung treffen. Sollte hier die Zustimmung scheitern, werde sich in den nächsten zehn Jahren - so Bocklet - in Sachen Entlastung der S-Bahn- Stammstrecke nichts mehr tun. Dies hätte vor allem für die Pendler aus dem Stadt-Umland fatale Konsequenzen.

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