Verbesserung des S-Bahnhofs Harthaus in Germering angestrebt

Trampelpfad statt langem Umweg

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Der Zugang am nördlichen Bahnsteig wurde vor einigen Jahren erneuert, dieser wird von den Bürgern aber selten genutzt, stattdessen weichen sie auf einen Trampelpfad aus.

Viel wurde über das Thema diskutiert, zahlreiche Leserbriefe wurden verfasst und die Stadträte immer wieder auf das Thema angesprochen: die teils desaströsen Verhältnisse am Harthauser Bahnhof. Von der Bushaltestelle, die nicht barrierefrei ist, über die zu geringe Anzahl an Fahrradabstellplätzen bis hin zu einem Bahnsteigzugang, der seit Beginn an nicht von den Bürgern genutzt wird. Stattdessen haben sie sich ihren eigenen Weg gebahnt – ein Trampelpfad, der die kürzeste Verbindung zwischen Bahnsteig und Parkplatz beziehungsweise Bushaltestelle darstellt.

Germering - Drei Maßnahmen sollen nun die Anbindung zwischen Bushaltestelle und Bahnsteig sowie die Stellplatzsituation verbessern, wie in der letzten Stadtratssitzung beschlossen wurde. Die erste Änderung umfasst den Neubau eines zusätzlichen Bahnsteigzugangs in Form einer Treppe am nördlichen Bahnsteig. Die bisherige Lösung von Treppen- und Rampenanlage wird von den Germeringern nicht angenommen, diese weichen auf einen deutlich kürzeren Weg aus, der speziell bei Regen und im Winter nicht verkehrssicher ist. Als Zweites wird die Bushaltestelle umgebaut, da der Randstein nicht die erforderliche Höhe hat, um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen und der Bus nicht direkt an ihn heranfahren kann – es entsteht eine Lücke, die für Fahrgäste mit Rollatoren oder Kinderwägen beschwerlich ist. Neben einer barrierefreien Erschließung sollen neue Wegverbindungen mit zwei zusätzlichen Treppen von der Bushaltestelle zur Personenunterführung hergestellt, die Beleuchtung angepasst und Ersatzpflanzungen vorgenommen werden. Den Umbau begrüßt auch das ehemalige Mitglied des Behindertenbeirates Georg Schneck, der viele Jahre für die Maßnahmen kämpfte. „Bereits im März 2015 haben wir den Antrag gestellt“, erklärt er. Für ihn ist es jetzt nur noch wichtig, dass es bald mit dem Umbau losginge. Die dritte Maßnahme umfasst den Umbau der Fahrradabstellanlagen im Nordwesten des Bahnhofs. Derzeit existieren drei Abstellplätze, die weder ausreichend sind, noch überdacht sind. Aktuell finden rund 90 Fahrräder Platz, die Nachfrage ist jedoch deutlich höher. Geplant sind breitere Stellplätze an drei Standorten. Diese werden durch Tief/Hoch-Parker sowie Doppelstockparker ausgetauscht und auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Kosten für alle drei Maßnahmen belaufen sich auf rund 300.000 Euro. „Aber die Maßnahmen sind ihr Geld wert, da eine deutliche Verbesserung eintreten wird“, sagt Oberbürgermeister Andreas Haas. Dieser Meinung sind auch die Stadträte und stimmen ohne Gegenstimme für die Umbauten am Harthauser Bahnhof. 

Claudia Becker

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