Die Sache mit dem

Na s

o etwas, jetzt konnte man in der Presse lesen, die CSU-Kreistagsfraktion, also die Fraktion jener Partei, welche auf Landesebene für den Stillstand in Sachen „S-Bahn“ die Hauptverantwortung trägt und deren Vertreter seit Jahrzehnten Ausbauversprechen ohne substantiellen Inhalt abgeben, empfindet den Slogan der Bürgerinitiative „S4-Ausbau jetzt“ als irreführend. Ja sollte sich die Bürgerinitiative vielleicht „Bitte, bitte, Ausbau in 30 Jahren“ oder „S4 - wir warten gerne weiter“ nennen? Natürlich ist den Aktiven in der Bürgerinitiative bewusst, welche Zeitabläufe bei Bahn-Ausbauprojekten zu erwarten sind. Aber wenn nicht jetzt aktiv die Planungen mit konkreten Ergebnissen vorangetrieben werden, verschieben sich sowohl der eigentliche Ausbau der S-Bahnstrecke sowie die Umsetzung von vielen kleineren Maßnahmen zur Verbesserung der Ist-Situation auf unbestimmte Zeit. Denn viele dieser Maßnahmen könnten „jetzt“, sprich im kurzen Abstand zum „Heute“, umgesetzt werden, wenn der Wille bei den Verantwortlichen vorhanden wäre. Zu den kleineren Maßnahmen zählen zum Beispiel der behindertengerechte Ausbau des Bahnhofes Buchenau, der verstärkte Einsatz von Langzügen oder aber auch das Einrichten zusätzlicher Halte von Regionalzügen in Fürstenfeldbruck. Erkannt hat dies der CSU-Ortsverband Fürstenfeldbruck, welcher im Gegensatz zum Kreisverband Mitglied der Bürgerinitiative ist und dies ist auch gut so. Denn der Bürgerinitiative geht es nicht um die Wertung und Anprangerung der Fehler der Vergangenheit, wir wollen heute etwas bewegen und dafür haben sich so viele politische Parteien und Gruppierungen zusammengefunden. Und mit der billigen und unwahren Behauptung seitens der CSU-Kreistagsfraktion, es herrsche ein Dissens in der Bürgerinitiative über die Sinnhaftigkeit des S4-Ausbaus mit oder ohne der 2. Stammstrecke, soll wohl eher vom Versagen der eigenen Landesregierungen abgelenkt und zusätzlich eine Begründung für das Nichtengagement in der Bürgerinitiative präsentiert werden. Denn um das ganz klar festzuhalten, wenn Frau Richter als Sprecherin der CSU-Kreistagsfraktion oder auch Herr Bocklet, immerhin 1. Vizepräsident des Bayerischen Landtags, sich über die Probleme bei der S-Bahnstrecke S4 beklagen, klagen Sie in Wahrheit über die Ergebnisse der Politik Ihrer eigenen Partei und die Unfähigkeit dieser, entsprechend zu handeln. Und mit Verlaub, das ist doch das eigentlich Irreführende und nicht der Name einer Bürgerinitiative, die sich ehrlich um Verbesserung in Sachen „S4“ bemüht.

Auch interessant

Meistgelesen

Ballenpresse fängt Feuer
Ballenpresse fängt Feuer
Mit Picknickkorb zum Kloster
Mit Picknickkorb zum Kloster
Kran durchbricht Fenster und schüttet Beton in Wohnung
Kran durchbricht Fenster und schüttet Beton in Wohnung
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben

Kommentare