Millionenschaden

Spur der Verwüstung nach Pfingstmontag-Hagelsturm 

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Es fühlte sich für einige an, wie der Weltuntergang. Der Himmel verdunkelte sich rapide, der Wind pfiff durch Baumkronen und Häuserreihen, die Stimmung wurde immer drückender.

Landkreis/Germering – Anfänglich kam der Donner noch von weiter weg, doch scheinbar von einem Moment auf den anderen prasselten Hagelkörner – begleitet von starkem Wind und grellen Blitzen – am Pfingstmontag auf den Landkreis ein. Der Lärm war ohrenbetäubend. Am stärksten betroffen im Landkreis waren die Städte Germering und Puchheim sowie die Gemeinde Alling – wie auch die Polizei Oberbayern Nord bestätigte (siehe Seite 1). Hier erreichten die Hagelkörner teilweise Tennisballgröße. Die Auswirkungen nach diesem Unwetter sind noch am Tag danach zu sehen und zu spüren. Die Freiwilligen Feuerwehren hatten viel zu tun.

Zerstörte Autos, Fassaden, Schriftzüge

Ein Streifzug durch Germering zeigt die verheerenden Folgen des Hagelniederschlages. Scheinbare Einschusslöcher erinnern an schwere Geschütze anstatt eines Wetterphänomens. Die Glastüren der BRK-Rettungswache ist durchlöchert, die Rollos des Rathauses erinnern an Siebe, das Dach der Alten Schule gleicht Schweizer Käse. Reihenweise Autos mit zerschlagenen Frontscheiben, fehlenden Heckscheiben und zerstörten Seitenspiegeln stehen an den Straßenrändern. Die Fahrzeuge mit nur Dellen auf den Dächern hatten noch Glück. Viele Häuserfassaden mit alter Verkleidung gleichen einem Scherbenmeer. Der Schriftzug des Hagebaumarktes ist wie viele andere zerstört – getroffen, zerbröselt und abgefallen. Auch Unterführungen wie die Freya-Unterführung in Gröbenzell, waren überschwemmt und somit gesperrt. Aufgrund der großen Hagelkörner und der abgerissenen Äste und Blätter waren vielerorts Gullys verstopft. Sie S-Bahnstrecken von S3 und S4 waren gesperrt, weil Bäume im Gleis lagen.

Planen für undichte Dächer

Einsatzkräfte der Feuerwehr Germering halfen mit sogenannten Notdächern aus, denn auch Dächer von Wohnhäusern wurden zerstört und somit undicht. Im Hörweg deckt die Feuerwehr mithilfe einer Drehleiter gerade ein Wohnhaus mit einer türkisen Plane ab. In der Steinbergerstraße ist dies bereits geschehen. Die Plane bedeckt das ganze Haus.

Deutscher Wetterdienst warnte

Klar ist beim Streifzug: allein hier entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Der Deutsche Wetterdienst hatte mit Alarmstufe 4, der höchsten Stufe, vor Schwergewitter mit extremen Starkregen, großen Hagel und schweren Sturmböen gewarnt.

Von verletzten Personen war der Polizei und Einsatzkräften bis zum Dienstagnachmittag nichts bekannt. 

Kohr

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