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Sautrogrennen sorgt wieder für Riesengaudi auf der Maisach

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Von: Dieter Metzler

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Zwei Teilnehmer mit Padel des 19. Sautrogrennens auf der Maisach in Germerswang
Zwei Paddler traten immer gegeneinander an – im Sautrog sitzen zu bleiben allein, ist schon eine Kunst. © Dieter Metzler

Germerswang – Strahlender Sonnenschein, leuchtende Kinderaugen – das diesjährige Sautrogrennen des Germerswanger Schützenvereins „Almrausch“ wurde erneut zu einer Riesengaudi.

„Günter, wann geht`s denn endlich los“, fragten sie ungeduldig den Vorstand des Schützenvereins „Almrausch“ Günter Strauß kurz vor drei Uhr. „Wir fangen gleich an“, meinte der lachend. „Ich muss erst noch die Gäste begrüßen. Dann geht`s los.“ Die ersten Kinder hatten sich bereits am Steg, wo die Sautröge ins Wasser gelassen wurden, aufgeregt aufgereiht.

Not macht erfinderisch

Zwei Jahre mussten die Germerswanger wegen Corona auf das Sommerfest verzichten, das heuer zum 19. Mal vom Schützenverein ausgerichtet wurde. Die Idee dazu hatte der Vater von Günter Strauß, Josef, der 27 Jahre dem Schützenverein vorstand. Inzwischen ist bereits sein Sohn Günter schon 19 Jahre der Präsident des 200 Mitglieder zählenden Schützenvereins. „Unser jährliches Sommerfest fand früher in einem Aussiedlerhof in Stefansberg statt“, erzählt Strauß Junior. „Als die Besucherzahlen rückläufig wurden, kam mein Vater auf die Idee mit dem Sautrogrennen. Und seitdem ist Germerswang um eine inzwischen weit über die Landkreisgrenzen hinaus gewordene Attraktion bekannter.“

Bürgermeister Seidl kentert

Das 19. Sautrogrennen ist auch wieder um einige Anekdoten reicher. So hat es doch den einen oder anderen Untergang gegeben. Michael Pöschl ist gleich nach dem Start abgesoffen, gleich wieder flussaufwärts zum Start zurückgegangen. „Er hat das Ziel nicht erreicht“, berichtete Schützenchef Strauß, der mit dem Mikro stets jedes Rennen vom Ufer aus begleitete und kommentierte. Prominentestes Opfer war Maisachs Bürgermeister Hans Seidl, der, das Ziel vor Augen, doch noch ein Bad in der Maisach nehmen musste, sehr zur Freude der Zuschauer.

Gebrochenes Paddel

Und auch ein Paddel ging zu Bruch, als Sebastian Pohl losruderte. Eine Reparatur war unmöglich. So lief der Ehemann von Frauensiegerin Steffi Pohl kurzerhand nach Hause, um sein eigenes Paddel zu holen. Zum Einsatz kamen stets zwei Sautröge, ein original Sautrog und einen, den der Germerswanger Schreiner Klaus Wieser nachgebaut hatte.

Langer Weg des dritten Sautrogs

Gegen 17 Uhr tauchte plötzlich auf der Maisach ein dritter Sautrog auf. Zwei Nassenhausener Burschen sind um 11 Uhr von zu Hause aus mit ihrem Sautrog auf der Maisach gestartet und das kleine Flüsschen flussabwärts gerudert. Dabei mussten sie siebenmal wegen der Wehre aus- und wieder umsteigen und sind um 17 Uhr schließlich in Germerswang angekommen. Eine tolle Leistung, die von allen bewundert wurde.

Die Gewinner

Die drei Sieger erhielten jeweils einen Wanderpokal. Jugend: 1. Aaron Maaßen (56,12 Sekunden), 2. Elias Pohl (58,42 Sek.), 3. Franziska Gamperl (59,30 Sek.); Frauen: 1. Steffi Pohl (45,12 Sek.), 2. Anne Fritsche (48,54 Sek.), 3. Franziska Strauß (49,82 Sek.); Männer: 1. Johannes Buchfelner (39,10 Sek.), 2. Maxi Giggenbach (44,21 Sek.), 3. Christian Richter (44,58 Sek.).

Dieter Metzler

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