Verschärfte Regeln bis Weihnachten

Zamreißen fürs gemeinsame Fest: Was ab 1. Dezember gilt

Auf Tannenzweigen liegen Christbaumkugeln, Maske und Zipfelmütze
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Damit ein Weihnachten trotz Corona mit der Familie und Freunden möglich ist, verschärfen Bund und Länder die Maßnahmen in der Zeit davor.

Landkreis - Der Teil-Lockdown geht mit Verschärfung weiter und die Weihnachtsferien sind vorgezogen

Weihnachten und damit das Fest der Familie rückt immer näher. Um ein Fest während der Corona-Pandemie im familiären Kreise zu ermöglichen, werden die Maßnahmen bis dahin jedoch verschärft – darauf einigten sich nun die Länder mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Onlinekonferenz am Mittwoch.

Weniger Personen pro Haushalt

Vom 23. Dezember bis 1. Januar gelten in ganz Deutschland einheitliche Kontaktregeln: Treffen von maximal zehn Personen sind möglich, auch wenn diese aus verschiedenen Haushalten kommen. Kinder bis 14 Jahren sind davon ausgenommen. Dafür werden jedoch die zuletzt gültigen Vorgaben ab dem 1. Dezember verschärft. Private Zusammenkünfte sind dann nur noch zwischen
Angehörigen zweier Haushalte mit maximal fünf Personen erlaubt. Bislang lag die Grenze bei zehn Personen. Kinder bis 14 sind davon wieder nicht betroffen.

Teil-Shutdown verlängert

Der aktuelle Teil-Shutdown wird vorerst bis zum 20. Dezember verlängert. Damit dürfen Veranstaltungshäuser wie das PUC, das Stockwerk in Gröbenzell oder das Veranstaltungsforum Fürstenfeld weiterhin nicht öffnen, genauso wie die drei Kinos im Landkreis. Auch die Gastronomie darf weiterhin nur ihren „To go“-Service anbieten und Hotels dürfen keine Touristen beherbergen – auch Fitness- und Kosmetikstudios bleiben zu. Für den geöffneten Einzelhandel gilt allerdings bei mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche, dass nur ein Kunde auf 20 Quadratmetern erlaubt ist. Bislang galt ein Kunde pro zehn Quadratmeter.

Inzidenzwert spielt eine Rolle

Bei einer Inzidenz von deutlich unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, bekommen Länder die Möglichkeit, von den neuen Regeln abzuweichen. Zuletzt hatte Oberbayern eine Inzidenz von 185,02, der Landkreis Fürstenfeldbruck lag am Mittwoch bei 183,18.

Freiwillige Quarantäne vor Feiertage

Die Regierungschefs rufen die Bürger zudem vor Weihnachten zu einer möglichst mehrtägigen Selbstquarantäne auf. Damit solle die Gefahr von Corona-Infektionen im Umfeld der Feiertage so gering wie möglich gehalten werden. Dazu unterstützend werden in Bayern die Weihnachtsferien früher beginnen.

Früherer Ferienbeginn und mehr Maske

Der letzte Schultag vor Weihnachten ist nun der Freitag, 18. Dezember. „Das Infektionsrisiko wird durch die fast einwöchige Karenzzeit zwischen Schulunterricht und Weihnachten erheblich gesenkt“, begründet Bayerns Minister Markus Söder. Dies ist nicht die einzige Änderung für Schüler: Bund und Länder einigten sich auf eine Ausdehnung der Maskenpflicht in Schulen: In Corona-Hotspots (mit einem Inzidenzwert ab 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche) gilt künftig ab der 7. Klasse die Maskenpflicht im Unterricht, ab einem Inzidenzwert von über 200 soll es geteilte Klassen und Wechsel-Unterricht für alle Jahrgänge ab der 8. Klasse geben. Übrigens Maskenpflicht: Ab sofort muss auch vor Geschäften, wie auf Parkplätzen, ein Mund-Nasenschutz getragen werden.

Kein generelles Böllerverbot

Lange und hart diskutiert wurde zudem ein Böllerverbot. Auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen soll Feuerwerk zwar untersagt werden, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden, ein generelles Verbot oder auch ein Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern wird es jedoch nicht geben. Die örtlich zuständigen Behörden werden die betroffenen Plätze und Straßen bestimmen. Bis zu Redaktionsschluss lag dazu noch keine Stellungnahme des Landratsamtes vor. Grundsätzlich gibt es jedoch die Empfehlung, zum Jahreswechsel auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten.

Auch ist aktuell nicht sicher, ob die Maskenpflicht an stark frequentierten Plätzen und Straßen in Fürstenfeldbruck verlängert wird .

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