Schnelles Internet für alle - Wirtschaftsförderung des Landkreises koordiniert Machbarkeitsstudie zum Breitband-Ausbau

Das Internet ist heute aus dem privaten wie aus dem geschäftlichen Leben nicht mehr wegzudenken. Vor allem ein schneller Internetzugang stellt für Unternehmen einen wichtigen Standortfaktor dar und ist für private Nutzer ein wichtiges Element der Lebensqualität. Der Umfang der im Internet übertragenen Daten nimmt immer schneller zu. Dies führt dazu, dass Anwendungen einen umfassenden Datenaustausch erfordern, die mit herkömmlichen Zugängen über die Telefon- und ISDN-Leitungen nur mit großen Schwierigkeiten genutzt werden können. Um den Internetzugang zu beschleunigen, benötiget man deshalb Breitband-Technologie, besser bekannt als DSL (Digital Subscriber Line).

Da in den ländlichen Regionen im Brucker Landkreis ein schnellerer Zugang zum Internet immer noch nicht möglich ist, koordiniert die Wirtschaftsförderung des Landratsamtes für die Gemeinden eine Machbarkeitsstudie und ein Infrastrukturkataster zu einer Breitbandversorgung. Bei der Studie geht es darum, sowohl den Versorgungsgrad als auch den privaten und gewerblichen Bedarf hinsichtlich eines Ausbaus der Internet-Infrastruktur festzustellen. Die bayerische Richtlinie zur Förderung der Breitbanderschließung in ländlichen Gebieten ermöglicht die Förderung von Planungsarbeiten und Machbarkeitsstudien. Zu einer ersten Informations-Veranstaltung „Breitbandversorgung im Landkreis“ mit dem Ingenieurbüro IK-T (Innovative Kommunikations-Technologien) Manstorfer und Hecht aus Regensburg hatte das Landratsamt die Bürgermeister sowie Vertreter der Landkreis-Gemeinden am 4. Dezember eingeladen. Zwingende Voraussetzung für eine staatliche Förderung ist die Durchführung einer Ist- und Bedarfsanalyse, denn für einen bedarfsbezogenen Breitbandausbau ist es unerlässlich, den aktuellen Zustand und den künftigen Bedarf an Breitbanddiensten zu ermitteln. Die Ergebnisse der Ist- und Bedarfsanalyse, die auf der Grundlage eines an alle privaten Haushalte sowie Betriebe und Unternehmen versandten Fragebogens erstellt werden, bilden unter Einbeziehung der Infrastruktur wiederum die Grundlage für die Erstellung der Machbarkeitsstudie. Den Gemeinden im Landkreis, die bereits von sich aus Erhebungen durchgeführt und erste Schritte eingeleitet haben, bot der IK-T Geschäftsführer Karl Manstorfer Unterstützung beim weiteren Vorgehen an. Dem Einwand, wenn jetzt nochmals Fragebögen verschickt werden, würde bei den Bürgern der Eindruck entstehen, dass bisher nichts geschehen sei, entgegnete Bernhard Amler von der Bezirksregierung von Oberbayern, dass die neuen Fragebögen weitergehend seien, als die IHK-Fragebögen. Außerdem käme der Landkreis-Aspekt hinzu. Bei den Planungen über die Gemeindegrenzen hinweg entstünde nicht nur ein gutes landkreisfähiges Gesamtnetz, sondern damit verbunden wäre auch eine kostengünstigere Erschließung. So kam man schließlich überein, auf die von einigen Gemeinden durchgeführten Fragebogen-Ergebnisse zurückzugreifen, und bei den Gemeinden, die noch keine Befragung, insbesondere bei Betrieben durchgeführt haben, die Fragebogen-Aktion nunmehr zu starten und bis 15. Januar abzuschließen.

Meistgelesen

Menschenkette gegen Fremdenhass
Menschenkette gegen Fremdenhass
Schüler präsentieren ihre Projekte
Schüler präsentieren ihre Projekte
Pre-Opening im Skyline Park: Dieses Wochenende!
Pre-Opening im Skyline Park: Dieses Wochenende!
Starkbierfest im Zeichen der Wahl
Starkbierfest im Zeichen der Wahl

Kommentare