Schnelltestkonzept erarbeitet

Bewerbung für Modellprojekt »Öffnungskonzepte« wurde von Fürstenfeldbruck intensiviert

Schnellteststation für Corona Schnelltests auf dem Parkplatz des Hagebaumarkts in FFB Fürstenfeldbruck geht in Betrieb
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Die Möglichkeit für Schnelltests werden im Landkreis stetig ausgebaut, wie hier in Fürstenfeldbruck: Auf dem Parkplatz des Hagebaumarktes gibt es eine neue Schnellteststation.

Fürstenfeldbruck – Die Bewerbung von Fürstenfeldbruck als Modellstadt ist noch nicht abgeschlossen. Auf die erste Interessensbekundung forderte das Gesundheitsministerium von allen interessierten Kommunen die Nachreichung einer Leistungsbeschreibung.

Einige Städte in Bayern haben daraufhin abgewunken. Andreas Lohde (CSU) und Jan Halbauer (Grüne) luden dagegen kurzfristig Fachleute aus dem Bereichen Medizin, Testverfahen und Datenverarbeitung zusammen mit Stadträten ein, um zeitnah den Anforderungskatalog zu analysieren.

Hohe Ansprüche an teilnehmende Kommunen

„Die Erwartungen, die hier an die teilnehmenden Kommunen gestellt werden, sind nicht ohne“, kommentiert Jan Halbauer das Schreiben aus dem Ministerium. Christian Götz, (BBV) der ebenfalls zur Gesprächsrunde geladen war, findet, dass der vom Ministerium erwartete Rücklauf der Leistungsbeschreibung unverhältnismäßig sei. „Wir haben die Herausforderung letztlich gemeinsam angenommen und uns intensiv ausgetauscht, was wir in welcher Form für Fürstenfeldbruck realisieren können,“ erklärt Lohde, der der Meinung ist, dass sich die detaillierte Bewerbung der Stadt nun durchaus sehen lassen kann.

Es soll in Fürstenfeldbruck fünf Schnellteststationen geben, die über das Stadtgebiet verteilt sind.

Bürgermeister Erich Raff

„Wir setzen auf ein Schelltestkonzept des „Schnelltestzentrums–FFB“, das sich bereits in einem Probelauf bewährt hat,“ erläutert Oberbürgermeister Erich Raff. Es soll in Fürstenfeldbruck fünf Schnellteststationen geben, die über das Stadtgebiet verteilt sind. Zusätzlich ist geplant, dass Schnelltestmobile unterwegs sind. „Hilfreich ist auch die bereits entwickelte und funktionierende App, die zum Schnelltestkonzept-FFB gehört,“ erläutert Halbauer.

Möglicher Ablauf

Die Testwilligen scannen eine QR-Code ein, werden auf eine Anmeldeplattform weitergeleitet, geben ihre Daten ein und erhalten eine Bestätigungsmail. Nach dem Test bekommen die Getesteten das Ergebnis innerhalb von 20 Minuten auf ihr Handy geschickt. Diese Ergebnismail ist wieder mit einem QR-Code versehen, der zum Beispiel dem Gastronom oder dem Personal eines Kinos beim einscannen verrät, ob der Gast an diesem Tag coronanegativ ist. „Das Schnelltestkonzept und die Datenverarbeitung sind niederschwellig und bedienerfreundlich,“ findet Lohde, der sich selber bereits beim Probelauf einer Schnellteststation hat testen lassen.

Personal des Veranstaltungsforums soll unterstützen

Die Leistungsbeschreibung der Stadt sieht auch vor, dass sich die Stadt für die Zeit des Modellversuchs personell an dem Contact Tracing Team – das ist die Abteilung des Gesundheitsamtes, die die Nachverfolgung von Positiv-Getesteten abwickelt – beteiligt. Angedacht ist, dass Mitarbeiter des Veranstaltungsforums hier unterstützen. Auch eine Unterstützung durch ehemalige Mitarbeiter des FulgMed und Aktive des San Zentrums wird aktuell noch geprüft.

Konzept gelte nur für Innenstadt

„Für das Öffnungskonzept wurde ein Bereich gewählt, der die Innenstadt abbildet und sich zum Kloster hinzieht,“ erklärt Erich Raff. „Die Vorgaben des Ministeriums sehen einen konkreten Bereich vor. Eine Ausweitung der Öffnungsoptionen auf das ganze Stadtgebiet wäre unzulässig,“ so der Oberbürgermeister weiter.

Auch ohne Modellprojekt gut vorbereitet

Raff und die beteiligten Stadträte sind sich einig: auch wenn die Stadt nicht beim Modellprojekt als Kreisstadt mitwirken kann, so haben gemeinsamen Überlegungen eine gute Basis für das Schnellteskonzept gelegt, mit dem später Öffnungsszenarien realisiert werden könnten. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagen Lohde und Halbauer.

Aktuelle Schnellteststationen in FFB

Aktuell gibt es zwei Schnellteststationen im Stadtgebiet Fürstenfeldbruck. Diese sind:
Parkplatz des Hagebaumarktes, Nicolaus-Otto-Straße 3. Die Testmöglichkeit gibt es sowohl als „Drive-Through“ als auch für Fußgänger/Radfahrer. Testen kann man sich lassen Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr. Die Zeiten für sonntags werden derzeit noch geklärt.
Die Station auf dem Parkplatz des Veranstaltungsforums an der Fürstenfelder Straße ist Montag bis Freitag von 7 bis 12 Uhr und 16.30 bis 18.30 Uhr, Samstag und Sonntag 9 bis 12 Uhr und 16.30 bis 18.30 Uhr geöffnet.
Betreiber ist jeweils das HNO-Zentrum Fürstenfeldbruck, Dr. Kainzinger und Kollegen.
red

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