Anlässlich der Wahl des EU-Parlaments

Schüler quizzen sich durch Europa

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Heiko Fröhlich durchläuft während des Quiz die Klasse und stellt den Schülern Fragen.

Noch rund zwei Monate ist es hin bis zur nächsten Europawahl am 26. Mai, bei der wieder über 400 Millionen Europäer aufgerufen sind, ein neues Parlament zu wählen. In der Berufsschule Fürstenfeldbruck informieren sich Schüler der 10. Klassen anlässlich dieser Wahl fächerübergreifend zur Europäischen Union. Neben einer Ausstellung, bei der jede Klasse ein Thema herausarbeitet, gibt es auch eine Junior-Wahl. Den Auftakt bildete am 22. März eine Quiz-Runde zu Europa.

Fürstenfeldbruck - Aufmerksam hält Samuel Kömpf einen kleinen schwarzen Kasten mit Tasten – äußerlich ähnelt er einer Fernbedienung – fest in der Hand. Denn sobald das Signalwort ertönt, muss der 19-Jährige drücken – und das möglichst schnell. „Jetzt“, sagt Heiko Fröhlich und die Schüler der zwei 10. Klassen der Ausbildungsrichtungen IT und Groß- und Außenhandel pressen ihre Finger auf die Ziffern. Kömpf hat Glück und gewinnt einen Kugelschreiber – es wird nicht sein letzter Gewinn bleiben. 

Gewinne sollen Schüler anspornen mitzumachen

Heiko Fröhlich hat zahlreiche Preise im Gepäck, die nur darauf warten von den Schüler ergattert zu werden. Die Auswahl reicht von Taschen, Minibüchern, Blöcken, Radiergummis, Stiften bis hin zu einem Ticket für das Kino Lichtspielhaus in Fürstenfeldbruck. „Wenn die Schüler etwas Gewinnen können, ist das nochmal ein Anreiz mehr aktiv mitzumachen“, weiß Heiko Fröhlich vom Verein „Bürger Europas“ mit Sitz in Berlin. Er soll Recht behalten. „Die Gewinne sind schon nochmal ein Ansporn“, bestätigt der 19-jährige Leon Gunsilius. Fröhlich wurde von der Schule für die Veranstaltung heute in der Berufsschule eingeladen, die gleichzeitig den Auftakt des Schulprojektes Europa bildet. 

Themenblöcke zu Europa

„Die Schüler sollen sich mit der nächsten Wahl auseinander setzen, weil das noch nicht im Lehrplan auftaucht“, erklärt Hannelore Münster, Fachbetreuerin für Sozialkunde an der Berufsschule in Fürstenfeldbruck. Für den Unterricht hat Fröhlich dazu verschiedene Themenblöcke vorbereitet, zu Jugend in Europa, Europawahl und Zukunft der EU, bei denen die Schüler Fragen beantworten müssen. Die Fragen reichen querbeet von „Wie viele Mitgliedsstaaten hat die EU?“, „Welche Länder grenzen an die Alpen?“, „Wofür ist die EU zuständig?“ Welches ist das größte EU Mitgliedsland?“, „Um was geht es bei der EU-Urheberrechtsreform?“, „Was sind ERASMUS-Babys?“ bis hin zu „Was ist das Europäische Solidaritätscorps?“. „Unsere Hoffnung ist, dass die Schüler das darin gelernte verstehen und vor allem behalten“, sagt er. Gefördert wird die Veranstaltung unter anderem vom Auswärtigen Amt und der EU-Kommission. 

18 Fragen, drei Themengebiete und zahlreiche Gewinne

Das Prinzip dabei ist denkbar einfach: Auf einer Leinwand erscheinen bei jedem der drei Themenblöcke sechs Fragen mit jeweils drei Antwortmöglichkeiten. Jeder Schüler besitzt ein Gerät mit Sensor und kann in dieses die Ziffern 1, 2 oder 3 eintippen. Die Antwort wird dann an einen Laptop weitergegeben. Wer als erster die richtige Antwort aus den vorgegebenen Möglichkeiten gegeben hat, gewinnt. Die Spielidee kommt an. „Bei manchen Themen kannte ich mich gar nicht aus, da konnte ich dann noch was lernen“, sagt Gunsilius, der sich eine Stofftasche und einen Block erspielen konnte. Und die 18-jährige Alina Neumann erklärt: „Die Fragen sind eine gute Auffrischung gewesen, was in der EU passiert“. Besonders interessant fand die Schülerin, die Frage, die sich um das Interrail-Ticket drehte, bei der gefragt wurde „Was die EU an Jugendliche verlost?“ Die Antwort lautete 12.000 Interrail-Tickets.

 Hamann

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