Schüler bringt Virus aus Südtirol-Urlaub mit zur Realschule (RSU)

Erster Coronafall in Germering - Realschule heute wieder geöffnet

PantherMedia 28129245
+
Der Schüler geht zwar auf die Schule in Germering, kommt aber nicht aus dem Landkreis.

Germering - Der Coronavirus breitet sich immer weiter aus, er ist jetzt nicht nur in Deutschland angekommen, sondern hat Einzug in Germering gehalten. Was vorher so weit weg schien, ist jetzt im Brucker Landkreis. Die Germeringer Realschule reagiert jedoch besonnen auf die Infizierung eines Schülers und reagierte umgehend. Eine Hysterie soll vermieden werden. Ab Donnerstag ist die Realschule wieder geöffnet - nur die Acht- und Neuntklässler bleiben bis 19. März vorsorglich Zuhause.

Die Nachricht verbreitet sich am Sonntag wie ein Lauffeuer. Ein Schüler der 8. Klasse der Germeringer Realschule RSU wurde nach seinem Südtirol-Aufenthalt positiv auf den Virus getestet. Da er sich danach jedoch wieder in der Schule aufhielt, wurde diese vorsorglich von Montag, 9., bis einschließlich Mittwoch, 11. März, komplett gesperrt. Schulkameraden aus der 8. und 9. Jahrgangsstufe müssen bis einschließlich 19. März der Schule fern bleiben. „So eine Krisensituation treibt den Adrenalinspiegel natürlich in die Höhe, aber die Handhabung lief sehr besonnen ab. Die Zusammenarbeit mit dem Gesundheits- und Landratsamt war tadellos“, sagt Schulleiter Christoph Breuer. Zunächst wurden mögliche Kontaktpersonen des Jungen ermittelt und die Fachräume, in denen er sich befand, desinfiziert. Obwohl die Nähe zum Carl-Spitzweg-Gymnasium und zur FOS gegeben sind, so bestehe hier kein Grund zur Schließung, ein Kontakt könne ausgeschlossen werden, wie das Landratsamt bestätigt. Informiert wurde Rektor Breuer am Samstagmittag von der Mutter des betroffenen Jungen und hat sogleich alle Hebel in Bewegung gesetzt. Durch ein internes Netzwerk – dem sogenannten RSU intern – konnten Schüler, Eltern und Lehrer umgehend benachrichtigt werden.

Keine Panikmache

Am wichtigsten, so sagt es Breuer, sei ihm eine besonnene Handlungsweise, Panik brauche niemand, die sehe man bereits in den leeren Supermarktregalen. „Jeder einzelne hat eine Verantwortung, man muss dabei aber auch an andere denken, nicht nur an sich selbst“, meint der Direktor. Es handle sich bei den achten und neunten Klassen nun zwar bis zum 19. März um eine schulfreie Zeit, dies bedeute aber nicht, dass sie unterrichtsfrei bliebe. Die Schüler bekommen auf elektronischem Wege Aufgaben übermittelt, die, wie er betont, verpflichtend für alle zu erledigen seien. Einige Lehrer kündigten zudem den Versuch eines Livestreams an, so kann von Zuhause aus weiterhin Unterricht abgehalten werden. Schulaufgaben müssen zwar verschoben werden, fallen aber nicht aus. Nach Aufhebung der Quarantänezeit soll alles wie gehabt weiter laufen, immerhin stehen für die 10. Klassen demnächst bereits die Abschlussprüfungen an – beginnend mit dem Speaking Test in Englisch. Eine gewisse soziale Distanz solle dennoch vorsichtshalber eingehalten werden. Über den weiteren Verlauf und ob es zu erneuten Schließungen kommt, hält das Landratsamt auf dem Laufenden.

Claudia Becker

Auch interessant

Meistgelesen

Sommerferien-Rätselspaß
Sommerferien-Rätselspaß
Nach Corona-Fall in Olchinger Kindertagesstätte: alle 111 Tests negativ
Nach Corona-Fall in Olchinger Kindertagesstätte: alle 111 Tests negativ
Petition gegen Kiesabbau - Grüne sammeln Unterschriften für Rothschwaiger Forst
Petition gegen Kiesabbau - Grüne sammeln Unterschriften für Rothschwaiger Forst
Sortimentswechsel bei Möbel Keser – so viele Abverkaufsartikel wie noch nie
Sortimentswechsel bei Möbel Keser – so viele Abverkaufsartikel wie noch nie

Kommentare