129 Schüler des Germeringer Carl-Spitzweg-Gymnasiums waren zum Abitur angetreten

Corona zum Trotz: 43 Abitur-Überflieger

+
Für dieses Jahr sind die Abiturprüfungen am CSG geschafft.

Germering – Was auf einem Wildmarkt in Wuhan begann, veränderte binnen Wochen die ganze Welt. Zunächst haben viele das alles gar nicht wirklich wahrgenommen – eventuell dachten sie sich ‚das ist doch weit weg‘. Es war weit weg. Weit genug, um dann doch ganz nahe zu kommen.

Am Freitag, 13. März, wurde angekündigt, dass alle Schulen in ganz Bayern erst einmal bis nach den Osterferien schließen müssen. Fünf Wochen frei. Sommerferien 2.0? Hört sich im ersten Moment wundervoll an. Doch im zweiten Moment tauchten die ersten Fragen in meinem Kopf auf: Was ist mit den drei Klausuren, die wir in den nächsten Wochen schreiben würden? War das nun mein letzter richtiger Schultag im Leben? Und vor allem: Was ist mit unserem Abitur? Gibt es denn noch ein Abi für uns? Und wenn ja, wann und wie und wo?“ – das schrieb eine Abiturientin des CSG wenige Wochen vor dem Abitur. Die Zeilen machen deutlich, wie groß die Ungewissheit für Schüler und Lehrer vor den Prüfungen war. 

Start mit Deutsch

Nach einer Vorbereitungsphase, die etwa drei Wochen länger als üblich war, starteten die Prüfungen am Carl-Spitzweg-Gymnasium am Morgen des 20. Mai mit dem Deutschabitur. Wie auch in den anderen schriftlichen Prüfungen, die mit dem Beginn der Pfingstferien abgeschlossen waren, wurden am CSG die vorgeschriebenen Hygieneregeln streng beachtet: Die Prüfungen fanden nicht – wie sonst – in der Turnhalle statt, sondern in einzelnen Klassenzimmern, in denen sich kleine Gruppen von rund zwölf Schülern befanden, die so platziert wurden, dass der Mindestabstand eingehalten werden konnte. Je zwei Lehrkräfte waren zur Aufsicht im Raum. Es bestand Maskenpflicht, aber nicht während des Bearbeitens der Prüfungen am Platz; hier konnte die Maske abgenommen werden. Hilfsmittel wurden gestellt (wie der Duden) und durften nur mit Einmalhandschuhen angefasst werden. In allen Klassenzimmern standen Flächen- und Handdesinfektionsmittel zur Verfügung. Da bei den Kolloquiumsprüfungen, die in den beiden Wochen nach Pfingsten durchgeführt wurden, nur drei, maximal vier Personen in einem Raum anwesend sind und diese in der Regel in Klassenzimmern stattfinden, konnten auch hier alle Infektionsschutzmaßnahmen eingehalten werden (wie Desinfektion der Tische nach jeder Prüfung). Auch in den Vorbereitungsräumen durften maximal 13 Schüler sitzen. 

Klasse Ergebnisse erzielt: 43 Schüler mit Note 1

Die Ergebnisse des diesjährigen Abiturs am CSG unterschieden sich im Schnitt trotz der ungewöhnlichen Bedingungen kaum von denen des Vorjahres: Am CSG waren 129 Schüler zum Abitur angetreten, ein Schüler hat abgebrochen, ein Schüler hat das Abitur nicht bestanden, 43 Schüler haben ein Abitur mit einer Eins vor dem Komma, davon zweimal 1,0, einmal 1,1, dreimal 1,2, achtmal 1,3, viermal 1,4, viermal 1,5. Auch die Verleihung der Abiturzeugnisse ist in diesem Jahr anders organisiert als in den Jahren zuvor. Sie wird in Innenräumen des CSG mit Gruppen, die maximal 50 Personen (Abiturienten und eine streng begrenzte Anzahl Angehöriger) umfassen dürfen, stattfinden. Deshalb werden die Zertifikate ab 10.45 Uhr immer jeweils in zwei voneinander räumlich streng getrennten Gruppen nach einem bestimmten Zeittakt verliehen. Bei zwölf Gruppen, die das Schulhaus dann jeweils auch bis zu einem bestimmten Zeitpunkt verlassen haben müssen, heißt das, dass sich die Feierlichkeiten über den ganzen Tag hinziehen werden, auch deshalb, weil nach jeder Gruppe die Stühle zu desinfizieren und die Lüftungsvorgaben einzuhalten sind sowie die Innenveranstaltung im Zeittakt zum Empfang des Elternbeirats in zwei Außenbereichen zu organisieren ist.

red

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare