Drei-Königsbegrüßung am Gernlindner Waldsee

Mit Krach gegen die bösen Geister

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Maisach - Zum dritten Mal fand die Drei-Königs-Begrüßung der Emmeringer Böllerschützen am Gernlindner Waldsee statt. Maisachs dritte Bürgermeisterin Waltraut Wellenstein sprach schon von einer Tradition. 28 Schützen und sieben Kanonen waren am Start, um die bösen Geister für 2019 zu vertreiben.

Ursprünglich hatten die Emmeringer Böllerschützen immer beim Neujahrsschießen am Ammersee teilgenommen. „Dort herrschte aber irgendwann so großer Andrang, dass die Plätze sogar verlost wurden“, erzählt der Vereinsvorsitzende Stefan Bertolon. So entstand die Idee, etwas eigenes aufzuziehen. „Silvester- und Neujahrsschießen gibt es schon viele, darum haben wir uns für den Dreikönigstag entschieden“, sagt Bertolon.

Weniger Zuschauer dank Schnee und Regen

Die Emmeringer haben ein Kooperation mit den Estinger Böllerschützen, die beim ersten Mal dabei waren. Bei der zweiten Auflage waren es bereits 35 Schützen und fünf Kanonen. Doch heuer machte den Böllerschützen das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Mit den Böllergruppen der Gastgeber sowie aus Esting, Maisach, Hörbach und der Reservistenkameradschaft Gröbenzell war die Beteiligung bei den Vereinen zwar groß. Allerdings mussten einige Schützen krank passen. Und auch die Zuschauer waren bei wechselndem Schee- und Regenfall diesmal etwas spärlicher vertreten als im Vorjahr. Dem Spaß an der Drei-Königs-Begrüßung – Caspar, Melchior und Balthasar waren in Form der Sternsinger natürlich auch vertreten – tat das aber keinen Abbruch. 

Mehr Kanonen als erhofft

Wechselnd begrüßten die Handschützen und die Kanonen die Namensgeber des Dreikönigstages mit mehreren lauten Schlägen. Bei den Kanonen war das Schießen sogar so gut besetzt wie nie. Hatte Bertolon zuvor noch mit sechs Kanonen gerechnet, waren es am Ende sogar sieben. Die Estinger reisten zum Beispiel mit zwei Salutkanonen an: die eine mit 50-Millimeter-, die andere mit 46-Millimter-Kaliber. Die Kanonen sind so lange im Verein, wie die Schussmeisterin Monika Jacque zurückdenken kann. „Wir haben sie von den Veteranen übernommen, eine war während des Weltkriegs sogar versteckt“, erzählt sie. Geschossen wurde – wie bei den Handböllern – mit Schwarzpulver.

Friedenskanone und Reinerlös für den guten Zweck

Trotz der lauten Schüsse soll die Veranstaltung nichts Kriegerisches verkörpern. Deshalb hatten die Vereine eine kleine Kanone als Friedenskanone geschmückt. Außerdem profitiert auch heuer wieder eine soziale Organisation von der beginnenden Tradition. Der Reinerlös aus Spenden und Brotzeitverkauf kommt dieser zugute. Im vergangenen Jahr kamen zum Beispiel mehr als 460 Euro zusammen, die dem Domenicus-Ringeisen-Werk in Gernlinden gespendet wurden.

Andreas Daschner

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