Im November beginnen neue Abbrucharbeiten

Bauabschnitt an der Berufsschule beendet

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Quasi mit dem Gong zum neuen Schuljahr wurden die letzten großen Arbeiten des ersten Bauabschnitts an der neuen Berufsschule Fürstenfeldbruck an der Hans-Sachs-Straße beendet. Bisher stehen zwei der drei mehrgeschossigen Gebäudeteile. Fertig gestellt werden soll der Gebäudekomplex dann in drei Jahren.

Fürstenfeldbruck - Hier ein loses Kabel von der Decke, da mal ein freies Loch für die Lüftung – viel fehlt nicht mehr, bis auch die letzten Überbleibsel der monatelangen Bauarbeiten hinter Deckenplatten oder Betonwänden verschwinden. Zeit wird es, denn der Schulalltag hat bereits begonnen. „Von den rund 2.400 Schülern sind rund die Hälfte bereits in den neuen Räumen“, erzählt Schulleiterin Andrea Reuß. Ein Blick ins Innere eines dieser Klassenzimmer offenbart robuste Sichtbetonwände, Holzböden, orangefarbene Stühle, Holzwolle-Leichtbauplatten für eine bessere Akustik und große Fenster. Die Räume sind mit interaktiven Whiteboards, einer Computer-Beamer-Sensor-Einheit und Computern im Klassenzimmer ausgestattet und bieten zudem auch WLAN für Lehrer. Doch während draußen sukzessiv das alte Gebäude mit Bagger und Abrissbirne dem Erdboden gleich gemacht wird, schreiben die Schüler drinnen bereits ihre ersten Arbeiten. Da kann es schon mal laut werden. „Um den Unterricht nicht zu stören, beginnen die Arbeiten erst ab 16 Uhr“, erzählt der beauftragte Architekt Franz Balda, vom Architekturbüro Balda-Architekten in Fürstenfeldbruck.

Einige Schwierigkeiten beim Projekt

23 Unterrichtsräume, Lehrerzimmer, elf Werkstätten für Elektro- und Metall inklusive Lagerfläche und Waschräumen, Verwaltung sowie Sekretariat wurden im ersten und zweiten Obergeschoss fertig gestellt und in Betrieb genommen. „Wir sind froh, dass das so funktioniert hat“, sagte Landrat Thomas Karmasin. Denn danach habe es bis zum Schluss nicht immer ausgesehen. „Kurz bevor die Schule losging, haben wir noch die Räume gefegt“, erzählt Balda. Eines der größten Probleme, mit dem sowohl Architekt als auch Planer zu kämpfen hatten, bestand darin, den Schulbetrieb auch während der Bauarbeiten aufrecht zu erhalten. „Diese Aufgabe wird zur Achterbahnfahrt“, erklärt Balda. Als Interimslösung wurde eine dreigeschossige Containeranlage errichtet. Denn auch die im restlichen Haupt- sowie den Nebengebäuden untergebrachten Fachbereiche, Körperpflege, Wirtschaft, IT, KFZ und Metall und Elektro mussten erhalten bleiben. Daneben wurde auch der Umzug der Schüler in das neue Gebäude genau getaktet. „Der Umzug fand zum Schuljahreswechsel statt. Hätten wir auf das nächste Jahr gewartet, wären die Kosten noch höher gewesen“, erklärt Balda. Denn auch so schon habe der Bau den Landkreis viel Geld gekostet.

Knapp 54 Millionen Euro prognostiziert

Für das ganze Projekt prognostiziert das Landratsamt derzeit 44,93 Millionen Euro, im Juni 2016 ging man noch von 44,11 Millionen aus. Hier seien allerdings bereits 84 Prozent aller Leistungen ausgeschrieben und vergeben worden. „Wir hoffen, dass wir das Bauvorhaben auch für die restlichen zu vergebenen Arbeiten im Kostenrahmen vergeben können“, sagt Karmasin. Dass es gegen Ende dennoch so knapp wurde, hat zum einen mit Verzögerungen wegen Personalengpässen, aber auch mit Lieferschwierigkeiten bei Materialien zu tun. Grund hierfür seien die steigenden Preise für die Rohstoffe und Löhne. 

Roharbeiten zweiter Bauabschnitt soll im November beginnen

Im Juni ging es dann mit den Abrissarbeiten des restlichen alten Hauptgebäudes und zwei Nebengebäuden weiter, wobei die Verantwortlichen hoffen, dass man Ende November mit den Roharbeiten für den zweiten Bauabschnitt beginnen kann. Bei diesem Bauabschnitt soll der letzte Gebäudekomplex neben die beiden anderen errichtet werden. „Wir haben etwa 85 Prozent abgeschlossen“, gibt sich Balda optimistisch. Die Fertigstellung dieses Bauabschnittes ist für 2020 geplant. Komplett abgeschlossen werden soll der Bauabschnitt planmäßig ein Jahr später – im Jahr 2021. 

Felix Hamann

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