Absolventen mit Abschluss Wirtschafter des Landbaues

Schulschluss im doppelten Sinne: Letzte Landwirtschafts-Klasse sagt Servus

Das dritte Semester der Landwirtschaftsschule mit Absolventen und ihren Lehrern im Garten der Schule in Puch
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Das dritte Semester der Landwirtschaftsschule hat seinen Schulschluss gefeiert: Die Absolventen aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck, Dachau, Augsburg und Aichach-Friedberg mit ihren Lehrern im Garten der Schule in Puch.

Fürstenfeldbruck – Das dritte Semester der Landwirtschaftsschule Fürstenfeldbruck in Puch geht seinem Ende zu und die Absolventen haben den Abschluss Wirtschafter des Landbaues erreicht. Neu ist zusätzlich der internationale Titel Bachelor Professional für Agrarwirtschaft.

Nach zwei Wintersemestern Vollzeitunterricht und einem Sommersemester mit betrieblicher Praxis, einer Semesterarbeit und vielen Exkursionen hat die Fachschule, die man nach Ende der Ausbildung besucht und auch Teile der Meisterprüfung abdeckt, ihren Abschluss gefunden. Die Abschlussfeier wird heuer nicht in einem großen festlichen Rahmen begangen, sondern wird in mehreren Etappen, in kleinerem als üblichen Rahmen, aber den Umständen angemessen gefeiert.

Die Besten

Die Besten erhalten ein Stipendium für eine nachfolgende Fortbildung, etwa für den Besuch der Höheren Landbauschule Rotthalmünster oder für einen Grundkurs in einer Landvolkshochschule. Es sind dies Florian Wolf, Ebersried mit einer Note von 1,37 und Teresa Maier, Esting mit einer Note von 1,75. Als Belohnung für den Fleiß gibt es weitere Gutscheine für eine Fachzeitschrift und Geschenkgutscheine, finanziert durch das Landwirtschaftsministerium, durch BBV und VLF und für alle ein Überraschungsgeschenk.

Bäume gepflanzt und Betrieb optimiert

In den Sommersemesterarbeiten haben die Studierenden anhand eines Checkverfahrens ihren eigenen Betrieb beurteilt und Verbesserungen in Feld und Hof praktisch umgesetzt. Als gemeinsame Aktion und mit viel Eifer hat die Klasse auch eine Streuobstwiese mit zwölf verschiedenen Obstbäumen Puchheim-Ort bepflanzt und das in Kooperation mit der Jagdgenossenschaft. Mitten auf der Wiese haben sie anhand von Lernstationen zusätzlich die Bedeutung der Artenvielfalt für Natur und Landschaft gelernt. In der Wirtschafterarbeit, die aus zwei dicken Bänden besteht, untersuchten die Absolventen im dritten Semester ihren eigenen Betrieb nach betriebswirtschaftlichen, produktionstechnischen, ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten und schlugen Optimierungen vor und entwickelten eine Ziellösung, die für die nächsten zehn bis 15 Jahre wegweisend sein kann.

Bald keine Landwirtschafsschule mehr im Umkeis

Der heurige Schulschluss ist ein Schulschluss im doppelten Sinne, da es auch das letzte Semester der Abteilung Landwirtschaft ist. Im Umkreis von sieben Landkreisen wird es nun keine Landwirtschaftsschule im üblichen Sinne mehr geben. Nach der Landwirtschaftslehre können Interessenten die Fachschule in Pfaffenhofen, die Öko-Schule in Weilheim oder die Technikerschule in Landsberg besuchen. In Puch wird nur mehr die Hauswirtschaftsschule fortgeführt, die sich einer beständig hohen Nachfrage erfreut.

Hoffnung auf Meisterausbildung

Das Bildungszentrum in Puch bleibt jedoch ein Ort der Bildung. Verbunden mit dem Versuchsgut und dem Amt für Landwirtschaft ist der Standort ideal auf dem Lande. Die Hoffnung ist groß, dass künftig hier die neue Art der Meisterausbildung in der Landwirtschaft mit Wochenkursen als auch die Meisterausbildung in der Hauswirtschaft überregional platziert werden. Bisher werden bereits die überbetrieblichen Schulungsmaßnahmen der Auszubildenden der Landwirtschaft und das stark nachgefragte Bildungsprogramm Landwirtschaft für Nebenerwerbslandwirte hier gehalten.

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