Einwand der Ortsvorsitzenden der Jungen Union Puchheim, Ramona Weiß 

JU Puchheim: "Umfunktionierung der Schulturnhalle darf keine Dauerlösung sein"

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Das JU-Team mit Ortsvorsitzender Ramona Weiß (vorne Mitte) in Puchheim.

Puchheim – Seit Wochen schon kursiert das Gerücht, auch Puchheim müsse seine Turnhalle als Immobilienobjekt für Asylbewerber opfern, nun ist es offiziell: Die Sporthalle von Gymnasium und Realschule wird gerade für die Unterbringung von Asylbewerbern hergerichtet. Die Junge Union Puchheim zeigt sich betroffen über diese Entscheidung. „Sport ist mitunter der wichtigste Ausgleich zum Alltag. 

 

Es soll und darf nicht sein, dass Schulen und Sportvereine den Kindern keine Sportkurse mehr anbieten können“, äußert sich die Ortsvorsitzende, Ramona Weiß. Gerade in Zeiten, in denen Adipositas (Fettleibigkeit) und Gesundheitsbeeinträchtigungen mangels unzureichender Bewegung immer wieder im Fokus stünden. Allerdings sei sich die JU auch darüber im Klaren, dass die Aufgabe der Unterbringung von Flüchtlingen das Landratsamt vor schwierige Herausforderungen stelle. Aus diesem Grund habe sich die Organisation bei der Kreisbehörde informiert und herausgefunden, dass die Unterbringung ganz bewusst zu Beginn der Schulferien erfolge. Zum Ende der großen Ferien hin könnten die Bewohner dann direkt in das dann in der Siemensstraße zur Verfügung stehende Bürogebäude umziehen. Eine –in Anbetracht der Situation- zufriedenstellende Zwischenlösung, findet Weiß: „ Schulturnhallen sollten die allerletzte Option sein, zumal in anderen Gegenden Deutschlands teilweise ganze Häuserblöcke leerstehen. Schließlich ist es auch für die Bewohner eine Zumutung, in solch großen Mengen in einer Halle untergebracht zu werden.“ Dass ein großer Wert auf Hygiene und Sauberkeit gelegt werde, habe man von Seiten des Landratsamts versichert. In den Ferien werde die Schulturnhalle zudem weniger genutzt. Die JU Puchheim ist zwar alles andere als glücklich mit der bevorstehenden Situation, akzeptiert aber die Entscheidung des Landkreises und hofft, dass „die Schulturnhalle zu Beginn des neuen Schuljahres wieder für den Sportunterricht zur Verfügung stehen kann.“ Wenn Seehofers Maßnahmen, Wirtschaftsflüchtlinge aus Südosteuropa schneller und in gesonderter Form zurückzuführen nicht bald umgesetzt werden, dürfte die „zeitweise Übergangslösung“ mit der Turnhalle allerdings problematisch werden, weil wir dann den immensen Anstrom nicht mehr bändigen können …

R. Weiß, OV JU Puchheim

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