Wahl in Fürstenfeldbruck

Die OB-Kandidaten stellen sich vor

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Die Qual der Wahl - am 7. Mai wählt Fürstenfeldbruck einen neuen Oberbürgermeister, zur Auswahl stehen sechs Kandidaten, die sich hier mit Kurzinterviews vorstellen.

Fürstenfeldbruck – Am 7. Mai wählen die Fürstenfeldbrucker den neuen Oberbürgermeister der Kreisstadt. Sollte es keine eindeutige Mehrheit geben, wird es am 21. Mai zu einer Stichwahl kommen. In einem Kurzinterview für den Kreisboten erzählen die sechs Kandidaten von ihrem Beweggrund Oberbürgermeister zur werden, ihren Schwerpunkten und was sie mit Fürstenfeldbruck verbinden.

Philipp Heimerl (SPD), 28, Büroleiter, Stadtratsmitglied

Kreisbote (KB): Herr Heimerl, was hat Sie bewegt, für den Oberbürgermeister-Posten zu kandidieren?

Philipp Heimerl

Ich möchte Oberbürgermeister von Fürstenfeldbruck werden, weil ich der Überzeugung bin, dass es jetzt an der Zeit ist Verantwortung zu übernehmen, denn unsere Stadt steht vor großen Herausforderungen. Mit den Potentialen die uns gegeben sind, können wir diese Aufgabe bewältigen und noch viel mehr erreichen. Ich will das soziale Miteinander fördern, die Wirtschaft weiter voranbringen und Fürstenfeldbruck mit innovativen Ideen eine erfolgsversprechende Perspektive für die Zukunft bieten.

KB: Was sind Ihre drei Schwerpunkt-Themen, die Sie als Oberbürgermeister angehen möchten?

Der Wohnungsmarkt in Fürstenfeldbruck ist derzeit sehr angespannt, viele Menschen finden keine passende Wohnung, deshalb möchte ich durch die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft und der Zusammenarbeit mit Genossenschaften mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Um die vielfältigen Verkehrsprobleme zu lösen, will ich Alternativen zum Auto fördern, indem mehr Wegeverbindungen für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden und der ÖPNV ausgebaut wird. Zudem soll ein Parkleitsystem installiert und das Thema Elektromobilität angegangen werden. Darüber hinaus, sollen sich Start-Ups und junge Gründerinnen und Gründer in Fürstenfeldbruck ansiedeln, dafür möchte ich die Bedingungen schaffen. Dadurch soll die Wirtschaftsstruktur gestärkt und den vielen jungen Menschen in unserer Stadt zusätzliche Perspektiven geboten werden.

KB: Was verbinden Sie mit Fürstenfeldbruck bzw. was ist Fürstenfeldbruck für Sie?

Fürstenfeldbruck ist meine Heimat, mein Zuhause, der Ort an dem ich meine Familie gründen möchte. Hier bin ich aufgewachsen, zur Schule gegangen und engagiere mich in den verschiedensten Vereinen, dadurch konnte ich sehr viele großartige Menschen kennenlernen und einen kleinen Teil zum gesellschaftlichen Leben der Stadt beitragen. „Gemeinsam für Fürstenfeldbruck“ ist für mich nicht nur ein Wahlspruch, sondern beschreibt das Lebensgefühl unserer Stadt.

Erich Raff (CSU), 64, Dipl. Verwaltungsfachwirt (FH), Kriminalhauptkommissar i.R.

Kreisbote (KB): Herr Raff, was hat Sie bewegt, für den Oberbürgermeister-Posten zu kandidieren?

Erich Raff

Ich habe in den vergangenen 20 Monaten gezeigt, dass ich eine Stadt führen und voranbringen kann. In dieser Zeit habe ich mich in die Belange der Verwaltung und die aktuellen stadtpolitischen Projekte eingearbeitet und auch voran gebracht. Ich habe festgestellt, dass man zum Wohle der Bürger etwas bewegen kann, wenn man sich gemeinsam für eine Sache engagiert. Deshalb habe ich mich auch entschlossen für den OB-Posten zu kandidieren, da für mich kein Thema tabu, kein Anliegen zu klein und keine Idee zu groß ist.

KB: Was sind Ihre drei Schwerpunkt-Themen, die Sie als Oberbürgermeister angehen möchten?

– Verkehrssicherheit und Verkehrsentlastung

– geförderter Wohnungsbau

– Sportzentrum III

– Planerische Entwicklung des Fliegerhorstes, damit diese nach dem Abzug der Bundeswehr sofort umgesetzt werden kann.

KB: Was verbinden Sie mit Fürstenfeldbruck bzw. was ist Fürstenfeldbruck für Sie?

Fürstenfeldbruck ist meine Heimatstadt, in der ich aufgewachsen bin und deren Entwicklung mit verfolgt und gestaltet habe. Mit ihr verbindet mich das Angebot an Schulen, hochwertigen Arbeitsplätzen, Sportmöglichkeiten und die Nähe zur Natur mit all ihrem Erholungswert. Trotz ihrer Entwicklung auf jetzt annähernd 40.000 Einwohnern hat sie ihren Scharm als Kleinstadt erhalten, in der es sich gut leben lässt und man sich wohlfühlen kann.

Martin Runge (Grüne/BBV), 59, Dipl. Kaufmann, selbstständig, Kreisrat

Kreisbote (KB): Herr Runge, was hat Sie bewegt, für den Oberbürgermeister-Posten zu kandidieren?

Dr. Martin Runge

Das Amt des Oberbürgermeisters von Fürstenfeldbruck ist eine große Herausforderung. Es wartet eine wichtige und gleichzeitig auch vielseitige und spannende Aufgabe, die ich gerne im Sinne des aktuellen OB Klaus Pleil fortführen möchte. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung in Politik und Verwaltung, meiner entsprechenden Sach- und Fachkenntnisse traue ich mir die Bewältigung dieser Aufgabe zu.

KB: Was sind Ihre drei Schwerpunkt-Themen, die Sie als Oberbürgermeister angehen möchten?

Grundsätzlich geht es darum, daran mitzuwirken, dass Fürstenfeldbruck auch in Zeiten, in denen uns die Überhitzung im Münchner Ballungsgebiet immer mehr zu schaffen macht, gleichermaßen eine zukunftsfähige wie eine lebens- und liebenswerte Stadt bleibt. So ist die Stadt gefordert, mit zielführenden Maßnahmen zur Lösung der Verkehrsprobleme bei Berücksichtigung der Interessen aller Verkehrsteilnehmer, also Fußgänger und Radlfahrer, ÖPNV-Nutzer und Autofahrer, beizutragen. Auch gilt es preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, auch um einigermaßen ausgeglichene soziale Strukturen zu erhalten. Eine der größten anstehenden Aufgaben ist die Überplanung und Entwicklung des Fliegerhorstgeländes zu einem integrierten Stadtteil mit den Funktionen Wohnen, Arbeiten, Freizeit/Sport und Naturraum.

KB: Was verbinden Sie mit Fürstenfeldbruck bzw. was ist Fürstenfeldbruck für Sie?

Als Mitglied des Fürstenfeldbrucker Kreistages seit 1984 und anderer in Bruck ansässiger Gremien habe ich hunderte von Sitzungstagen in der Kreisstadt verbracht und mich da selbstverständlich nicht nur mit und in den Sitzungen aufgehalten. Ich gehe gerne mit meiner Familie und/oder mit Freunden zum Essen in eines der guten Lokale in Bruck, besuche Kulturveranstaltung und Sportereignisse. Die Stadt Fürstenfeldbruck ist für mich mit dem schönen Ensemble um die Hauptstraße, mit dem Klostergelände, mit ihren Kultur- und Sportangeboten und mit Natur und Landschaft besonders an der Amper ein Juwel.

Georg Stockinger (Freie Wähler), 56, Unternehmer und Stadtratsmitglied

Kreisbote (KB): Herr Stockinger, was hat Sie bewegt, für den Oberbürgermeister-Posten zu kandidieren?

Georg Stockinger

Ich bin als geborener Brucker und durch meine berufliche und ehrenamtliche Tätigkeit im Landkreis viel mit Bürgern in Kontakt. Als Oberbürgermeister bin ich in der Position, in der ich mich für die Anliegen und Themen der Bürger effektiv engagieren kann. Es geht mir nicht um Parteipolitik, sondern um Politik für die Stadt und seine Bürger. Wir müssen in Zukunft die Hebel an den richtigen Stellen ansetzen, um den Weg einzuschlagen, auf dem unser Fürstenfeldbruck finanziell handlungsfähig und somit zukunftsfähig bleibt.

KB: Was sind Ihre drei Schwerpunkt-Themen, die Sie als Oberbürgermeister angehen möchten?

Der bestehende Flächennutzungsplan muss dringend geändert werden. Er ist ein Mittel die Zukunft der Stadt zu sichern. Die Bereiche betreffen die zukünftige Bebauung, den Verkehr und den Umweltschutz. Die Haushaltslage der Stadt muss besser werden. Die Verwaltungsausgaben müssen eingedämmt werden und die Einnahmesituation muss verbessert werden. Die Stadtverwaltung muss ansprechbar für alle Bürger sein: Sie nimmt den Bürger ernst und unterstützt ihn unbürokratisch schnell und aktiv in seinen Anliegen.

KB: Was verbinden Sie mit Fürstenfeldbruck bzw. was ist Fürstenfeldbruck für Sie?

Fürstenfeldbruck ist Heimat, Lebensmittelpunkt und Raum für Engagement in vielen Bereichen!

Florian Weber (Die Partei), 30, Gastronom und Stadtratsmitglied

Kreisbote (KB): Herr Weber, was hat Sie bewegt, für den Oberbürgermeister-Posten zu kandidieren?

Florian Weber

Kein Kandidat bekennt sich dazu, dass er nach drei Jahren wieder zurücktritt und sich zur Neuwahl aufstellen lässt. Aktuell haben wir einen Bürgermeister im Amt, der seine Ideen und seine Vorstellungen mit der Verwaltung gemeinsam ausarbeitet, im Stadtrat allerdings keine Chance hat dafür eine Mehrheit zu finden. Dies liegt nicht daran, ob Herrn Raffs Vorschläge gut oder schlecht sind. Das ist das politische Spiel, welches leider auch auf kommunaler Ebene gespielt wird. Dadurch entsteht eine Art Stillstand. Anträge der BBV, Grüne, SPD oder den Ausschussgemeinschaften werden langsamer, beziehungsweise nicht in ihrem Sinne bearbeitet. Anträge der CSU, beziehungsweise des Bürgermeisters, werden von der „Opposition“ abgelehnt. Wird in drei Jahren der Stadtrat neu gewählt, können sich die Mehrheiten wieder verändern. Daher verstehe ich nicht, wie jetzt ein Kandidat sagen kann, er besteht auf die sechs Jahre im Amt des Oberbürgermeisters. Wenn die Person, die jetzt gewählt wird, gut ist, wird sie wieder gewählt. Ändern sich aber die Mehrheiten, so haben wir ab der Stadtratswahl 2020 wieder Stillstand. Deswegen hab ich mich entschieden zu kandidieren. Die Oberbürgermeisterwahl und die Stadtratswahl müssen wieder zur gleichen Zeit stattfinden.

KB: Was sind Ihre drei Schwerpunkt-Themen?

1. Siehe Oben – Nur drei Jahre – Dann Neuwahl.

2. Alle aktuellen Projekte ( Viehmarktplatz, Lichtspielhaus, Sportzentrum III und so weiter) fertigstellen. 2020 sollen die Parteien wieder mit neuen Projekten in den Wahlkampf gehen.

3. Kleinvieh macht auch Mist – Unnötige Ausgaben, welche bei Kommunen produziert werden, zu reduzieren.

KB: Was verbinden Sie mit Fürstenfeldbruck bzw. was ist Fürstenfeldbruck für Sie?

Amper – Handball – Subkultur – Football – Geschwister–Scholl–Platz – Pucher Meer – Verkehr – Altstadtfest – Fliegerhorst – Squash Palast – SCF – Puch – Lichtspielhaus – Graf-Rasso-Gymnasium – Keine AfD – Freiheit – Volksfest – Heimat – Solidarität – Asylbewerber – BBV – Pavillon – Kreativität – Menschlichkeit – Viehmarktplatz – Veranstaltungsforum – Neue Bühne Bruck – Politik

Elisabeth Staffler (Leben in Bruck), 50 Bachelor of Science - Biochemie & Management

Kr eisbote (KB): Frau Staffler, was hat Sie bewegt, für den Oberbürgermeister-Posten zu kandidieren?

Elisabeth Staffler

Bruck braucht eine engagierte, kompetente, zielorientierte, kommunikative und vor allem. durchsetzungsstarke Besetzung des Oberbürgermeister-Amts; eine, die mutig, kraftvoll und beherzt führt, mitten im Leben steht und Dinge initial auf den Weg bringt und bereit ist gegebenenfalls auch neue Wege zu zulassen und zu gehen. Als erfahrene Management-Trainerin und Change-Managerin bin ich deshalb bereit, mich in den Dienst der Bürger Brucks zu stellen und so habe die Nominierung angenommen. Der überwältigende Zuspruch, den ich in der Zulassungsphase der partei-unabhängigen OB-Kandidatur erhalten habe, hat mich nicht nur berührt und geehrt, dies hat mich auch motiviert und verpflichtet, entgegen aller Widrigkeiten dran zu bleiben, um am 7. Mai als reale Option den Wählern zur Verfügung zu stehen.

KB: Was sind Ihre drei Schwerpunkt-Themen, die Sie als Oberbürgermeister angehen möchten?

– Politik im Dialog mit allen Betroffenen, jenseits des Korsetts von Parteigrenzen und Parteigerangel.

– Es geht um das WIE, das WAS ist uns allen bekannt. Und dabei setzte ich auf:

* Fair: für alle, die hier wohnen, arbeiten und Arbeit anbieten

* Fortschrittlich: das heißt unter anderem Angelegenheiten aktiv und initiativ gestalten und nicht einfach nur aussitzen

* Bürgerorientiert: Verfahrensweisen mit nachvollziehbaren Entscheidungen und höchst möglicher Kommunikation; Verwaltungsmitarbeiter stärken, damit sie Ermessensspielräume zu Gunsten der Bürger ausloten, Dinge auch Mal auf dem kleinen Dienstweg erledigen

– Transparente Vorgehens- und Verfahrensweisen sowohl im Kontakt mit den Bürgern und Interessensgemeinschaften als auch auf allen politischen Ebenen

– Projekte tatsächlich umsetzen, raus aus der Stagnation. Ohne die großen Themen/Projekte aus den Augen zu verlieren und frei nach dem Motto ‚Kleinvieh macht Mist‘ auch kleine pragmatische Projekte/Lösungen erkennen, zulassen und fördern beziehungsweise umsetzen.

KB: Was verbinden Sie mit Fürstenfeldbruck bzw. was ist Fürstenfeldbruck für Sie?

Ich bin viel in der Welt herumgekommen und so erkannte ich: Bruck ist meine Heimat, mein Zuhause und deshalb möchte ich, dass es Bruck und allen in Bruck gut geht.

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