Bis 25. April

Seit 100 Jahren auch Künstlerinnen an der Akademie: Ausstellung im Brucker Museum

Die Fotografie zeigt ein Portrait von Maria Gögler, gemalt von Marie Eberhard im Jahr 1920
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Maria Gögler heißt das Portrait, gemalt von Marie Eberhard aus den 1920er Jahren.

Fürstenfeldbruck – Im Herbst 2020 jährt es sich zum hundertsten Mal, dass Frauen an der Münchner Akademie der Bildenden Künste zum Studium zugelassen wurden.

Widerstrebend musste die Akademieleitung dem hartnäckigen Drängen der Künstlerinnen nachgeben. Dies war Ergebnis der Revolution von 1918 und der Weimarer Verfassung, die den Frauen die lang erkämpfte formale Gleichberechtigung brachte. Zu dieser Thematik gibt es nun eine Sonderausstellung im Fürstenfeldbrucker Museum.

Wie die meisten Lebensbereiche war auch die Kunst bis weit ins 20. Jahrhundert überwiegend eine Männerdomäne. Die Ausstellung, die bis zum 25. April läuft, thematisiert die Ausbildungsmöglichkeiten der „Malweiber“, die frühe Frauenbewegung in München, das Ringen um die Zulassung an der Akademie, die Studienbedingungen der ersten Künstlerinnen und macht sichtbar, wie hart umkämpft der Kunstmarkt in den 1920er Jahren war.

Die Ausstellung begibt sich auf Spurensuche jener Künstlerinnen, die vor 100 Jahren hoffnungsvoll ihr Studium begannen. Zwölf unterschiedliche Künstlerinnenbiographien zeigen, mit welchen Vorurteilen Frauen zu kämpfen hatten und welchen Themen sich die Künstlerinnen widmeten. Die Ausstellung, die in Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste erfolgt, spürt den Wegen der Malerinnen nach, sie erinnert dabei auch an unterschiedliche Frauenschicksale dieser „verschollenen Generation“, die zwischen zwei Weltkriegen ihren Platz suchten.
red

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