Selbsthilfegruppe Alzheimer/Demenzkrankheit

Seit dem 1. Juli 2008 bekommen Angehörige von Demenz- oder Alzheimerkranken von der Pflegekasse - evtl. auch ohne Pflegeeinstufung - auf Antrag einen Betreuungszuschuß von 100 bzw. 200 Euro. Die Auszahlung erfolgt jedoch nur dann, wenn die Betreuung nachweislich durch einen Sozialdienst erbracht wird.

Die seit nunmehr 30 Jahren bestehende Ökumen. Nachbarschaftshilfe mit Sozialdienst Maisach-Egenhofen e.V. hat sich auf diese neue Situation eingestellt und eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alzheimer-/Demenzkranken gegründet. Bei ersten Treffen im November und Dezember 2008 konnten sich betroffene Angehörige bereits austauschen; weitere Termine für das neue Jahr werden fortlaufend veröffentlicht. Es hat sich durch den bisherigen Zulauf in der neuen Selbsthilfegruppe deutlich gezeigt, dass auf diesem Betreuungsgebiet spezieller Handlungsbedarf besteht. Das verwundert nicht angesichts von mittlerweile 1,2 Millionen Menschen mit Alzheimer/Demenz in Deutschland. Und die Bevölkerungsforschung veranschlagt bereits eine Verdoppelung dieser Zahl innerhalb der nächsten 20 Jahre. Die ökumen. Nachbarschaftshilfe Maisach-Egenhofen e.V. wird in der neuen Selbsthilfegruppe für Angehörige mit Demenz- und Alzheimererkrankten von Petra Seidl und ihrem Vertreter Adolf Huttenloher geleitet. Die direkte Aufbauhilfe liegt in den Händen von Gabi Steinmacher, die mit den Angehörigen die Erstgespräche führt und für die Schulung und Begleitung der Helfer/innen sorgt. Gedacht wird dabei zunächst an die stundenweise Einzelbetreuung von Demenz-/Alzheimerkranken. Um das Angebot jedoch in einem wirksamen Umfang aufrecht erhalten zu können, benötigt die Nachbarschaftshilfe dringend weitere Helfer, für die eine entsprechende Aufwandsentschädigung vorgesehen ist. In jedem Falle - ob als Betreuungssuchender oder als Helfer - wenden sich Interessierte bitte an das Büro der Nachbarschaftshilfe unter Telefon 08141-90877 (Renate Grubmüller). Für die Nachbarschaftshilfe mit Sozialdienst in Maisach und Egenhofen eröffnet sich nach der vorhergegangenen „Verhinderungspflege“ und der Versorgung 24 Stunden daheim mit der Demenz-/Alzheimer-Neuerung ein weiterer, wichtiger Zuwachs an Kompetenz und Hilfeleistung. Außer den Leistungen im Maisacher „Haus der Begegnung“ in der Josef-Sedlmayr-Straße 14 mit Tagespflege (Leitung Brigitte Niederreiner), den Aktivitäten für Senioren, aber auch den Hilfen für Eltern und Kinder, besteht die Ambulante Pflege (Leitung Maria Jahn), die sich in den gerade in den letzten beiden Jahren erstaunlich entwickeln konnte: Waren es im Anfang der Einrichtung 45 Betreuungsfälle, so zählt man Ende 2008 inzwischen 100 ambulant Betreute. Eine Entwicklung, die durch die verlässliche Leistung der Schwestern und die Mundpropaganda in beiden Gemeinden zustande kam. Zum Spektrum der ambulanten Hilfen zählt auch das ‚betreute Wohnen zuhause’. Zu den besonderen Aktivitäten in der ökumen. Nachbarschaftshilfe Maisach-Egenhofen e.V. gehören die Krebsselbsthilfegruppe Maisach (geleitet von Brigitte Balon, Maisach, und Ilse Müller, Gernlinden) sowie die Diabetes-Selbsthilfegruppe Gernlinden (mit den Ansprechpartnern Ludwig Steinhauser, Elisabeth Reiter und Angelika Rimpel). Die beiden Vorsitzenden des Nachbarschaftshilfe-Vereins, Pfarrer Georg Martin und Volker Tießler, können auf erfolgreiche Wirkungsjahre zurückblicken. Pastoralreferent und Verwaltungsfachwirt Auch Geschäftsführer Reinhard Neuhofer, 49, inzwischen seit über 5 Jahren dabei, sieht sich in einer interessanten und zukunftsweisenden Aufgabe mit begeisterungsfähigen Mitarbeitern. Zu seiner Biografie gehört, dass er sich vom katholischen Pastoralreferenten zum Verwaltungsfachwirt weiterentwickelte und heute in der sozialen Ökumene tätig ist.

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