Sepp hat´s gegeben,

Als

kleiner Betreiber der Irish Corner mit Guinness-Ausschank in der Pucher Strasse möchte ich mich bei allen Gästen entschuldigen, die uns dieses Jahr nicht finden konnten. Wir verantworten diesen Teilbereich weitgehend selbst und haben uns in den letzten 14 Jahren noch auf jede Wetterlage praktisch und finanziell einstellen können. Da waren weit unwirtlichere Wochenenden dabei als das vergangene, und ganz im Gegensatz zur Beobachtung des Herrn OB kamen unsere Kunden immer spätestens eine Stunde nach Beendigung des letzten Schauers auf den Platz zurück, soweit sie nicht ohnehin bei uns geblieben sind. Es waren halt nur nicht so viele. Wir waren jedenfalls immer stolz darauf, unseren Stand in den letzten 14 Jahren zu keiner Sekunde geschlossen zu haben. Auch der Herr OB Kellerer war zu Recht stolz darauf, hier im Lauf der Jahre für Fürstenfeldbruck aus einer anfangs belächelten Veranstaltung ein Event geschaffen zu haben, das Bedeutung über die Landkreisgrenzen hinaus hatte und wir arbeiten gerne an seiner Weiterführung mit. Durch diese Absageentscheidung ist die Veranstaltung jedoch leider wieder auf den Status einer besseren Grillparty zurückversetzt worden. Für unsere Kunden wie für uns selbst war das Altstadtfest bisher ein Fixpunkt im Jahreslauf, der für hiesige Verhältnisse ebenso bedeutsam war wie das „Tollwood“ für die Stadt München. Im Verlauf unserer notdürftig veranlassten Ausweichaktionen habe ich keinen einzigen Kunden getroffen, der anderer Meinung gewesen wäre. Die Frage nach der Richtigkeit dieser Entscheidung ist nachträglich fast schon unwichtig. Wichtig dagegen ist die grundsätzliche Klärung, ob hier ein Fixpunkt im Jahreskalender bestehen bleiben soll oder ob wir nur ein besseres Straßenfest organisieren, dessen Zustandekommen sich an den Gewinnaussichten der beteiligten Standortgastronomen orientiert (und selbst diese sollten die Puffermöglichkeit bereitstellen können, sich an einem Zeitraum von fünf Jahren in Folge und nicht an drei Tagen zu bemessen).

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