Sexueller Missbrauch von Kindern in FFB - Ordinariat in München bestätigt Verurteilung eines früheren ausländischen Kaplans von St. Magdalena -

Nachdem das Ordinariat die Verurteilung eines früheren aus Indien stammenden Kaplans von St. Magdalena, Fürstenfeldbruck, wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern bestätigt hat, entschuldigt sich Pfarrer Bayer als damaliger Dienstvorgesetzter bei den Opfern in einer öffentlichen Stellungnahme: "Mit großem Entsetzen und Trauer musste ich kürzlich als Pfarrer unserer Pfarrgemeinde St. Magdalena erfahren, dass nun auch in der Pfarrgemeinde St. Magdalena neues Leid durch Missbrauchsvorfälle an Kindern aus Fürstenfeldbruck zu beklagen sind. Diese geschahen nach den Vorfällen in Aubing durch den gleichen, ehemaligen Kaplan, der vor einigen Jahren nach einem Richterspruch in seine ausländische Heimat ausreisen musste. Darüber wurde die Öffentlichkeit schon am Wochenende (27./28. Februar 2010) in der Brucker Presse informiert.

Insbesondere aber diese neu bekannt gewordenen Vorfälle haben mich sehr betroffen gemacht und ich bin darüber, dass so etwas geschehen konnte, sehr traurig und fühle mit den Kindern und ihren Eltern den ganzen Schmerz, die tiefe Scham und hilflose Wut darüber mit. Als Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Magdalena, bedanke ich mich bei den Eltern der betroffenen Kinder für ihren Mut, ihre Kraft und für ihre Offenheit, mit der sie mir davon vertrauensvoll berichten konnten. Ich bin über das Geschehene entsetzt und voll Scham, was ein Mitglied unserer Kirche den Kindern angetan hat. Ich verspreche, das von den Eltern in mich gesetzte Vertrauen nicht zu enttäuschen. Daher habe ich diese neuen Missbrauchsfälle, die mir angezeigt wurden, nach den notwendigen Gesprächen mit den Eltern umgehend dem zuständigen bischöflichen Beauftragten gemeldet. Dieser wird so schnell als möglich in dieser Sache tätig werden. Als Leiter der Pfarrei St. Magdalena werde ich mich zusammen mit den Zuständigen aus dem Erzbischöflichen Ordinariat, selbstverständlich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass diese neuen Anschuldigungen, die dem ehemaligen Kaplan zur Last gelegt werden, ordentlich und vollständig aufgeklärt und verfolgt werden, wie es die Deutsche Bischofskonferenz in ihren Leitlinien vorsieht. Das Schicksal der betroffenen Kinder und ihrer Familien beschämt und berührt mich zutiefst als Mensch. Ich stehe voll auf der Seite der tief verwundeten Seelen, denen durch einen in unserer Pfarrei ehemals tätigen Geistlichen unsagbares, auch in Zukunft wirkendes Leid zugefügt wurde. Es wird auch nicht geringer dadurch, dass derselbe Kaplan wegen seines Engagements um Spenden für die Tsunamiopfer in Südindien viele Menschen in der Stadt Fürstenfeldbruck zur Hilfe motivieren konnte und, wie ebenfalls die Brucker Presse am Wochenende feststellte, in der Öffentlichkeit sehr beliebt war. Ganz persönlich und in meiner Eigenschaft als Pfarrer und als damaliger Dienstvorgesetzter dieses Kaplans bitte ich hiermit öffentlich die misshandelten Opfer um Entschuldigung und auch ihre mit ihren Kindern leidenden Familien, welche hier in der Pfarrgemeinde tief verwurzelt sind und die, so hoffe ich, trotz allem ihren Glauben an Gott und die Kirche nicht verlieren mögen. " Pfarrer Michael Bayer, St. Magdalena Fürstenfeldbruck, am 1. März 2010 Pfarramt St. Magdalena Kirchstraße 4 82256 Fürstenfeldbruck

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