Lodernder Holzhaufen

Brauchtumsfreunde beim Osterfeuer in Grafrath

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In sicherer Entfernung beobachten die Schaulustigen das Osterfeuer in Grafrath.
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Am Karsamstag brannten im Landkreis wieder Osterfeuer. In Grafrath kamen zahlreiche Brauchtumsfreunde, um sich dieses feurige Spektakel nicht entgehen zu lassen. Dabei ging es im wahrsten Sinne des Wortes heiß her.

Grafrath - Bevor seine Kollegen den riesigen Holzstapel an der Mauerner Straße beim Bürgerstadl anzündeten, schickte Feuerwehrkommandant Jörn Voortmann die Zuschauer einige Schritte zurück: Sicherheitsabstand. Und der wurde zusehends größer, als die Flammen loderten. Denn von dem riesigen Feuer ging eine gewaltige Hitze aus. Laut Voortmann ist es schwer zu sagen, welche Temperaturen beim Feuer entstehen. „600 bis 800 Grad sind es in der Spitze aber wohl schon.“ 

Zuschnitt der Sträucher auf öffentlichem Grund

Die Feuerwehr, die das Osterfeuer in Grafrath jedes Jahr veranstaltet, hatte das Holz zuvor eingesammelt. Vieles stammt von Grafrather Bürgern, ein Teil auch von der Gemeinde – vom Zuschnitt der Sträucher auf öffentlichem Grund. Auch die Überreste vom Schepsen des künftigen Maibaums im Ortsteil Unteralting wurden auf den Haufen geworfen. Und sogar ein Richtbaum von einem örtlichen Bauvorhaben war dabei. Zum Anzünden benutzten die Feuerwehrleute ein Diesel-Benzin-Gemisch als Brandbeschleuniger. „Heuer brauchen wir zum Glück nicht so viel wie im letzten Jahr“, sagte Voortmann. Denn während es 2018 geregnet hatte, war es heuer warm und vor allem trocken. 

Haufen am Karsamstag umgeschichtet - den Tieren zu Liebe

Darum standen Mitglieder der Wehr auch mit einem Schlauch bereit und löschten kleinere Flammen rund um das Feuer, die durch Funkenflug entstanden. Die Grafrather Wehr schichtet den Holzhaufen übrigens immer erst am Tag des Osterfeuers auf – wegen dem Tierschutz. Für viele Kleintiere sind zu lange gelagerte Holzhaufen ein willkommener Unterschlupf, die dann aber zur Feuerfalle werden. Mancherorts wirkt man dem entgegen, indem der Haufen am Karsamstag noch einmal umgeschichtet wird. In Grafrath häuft man ihn ohnehin erst dann auf, wenn für den Rest des Tages viel Betrieb herrscht, sodass die Tiere gar nicht erst in Versuchung kommen, sich dort zu verkriechen.

Andreas Daschner

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